Nachgefragt
Wirtschaft

Wo kommen die Bücher her, die Möbelhäuser in Schlafzimmern ausstellen?

Wir haben für Leserin Magdalena Kainz aus Wien nachgefragt.

Die Auswahl in den Möbelhäusern erfolge meist ganz pragmatisch, erklärt Michaela Fally von der Merchandise-Abteilung bei Leiner. Also: nach Größe und Farbe. „Die optische Wirkung soll die Funktion der Möbel unterstützen.“ Dabei ist es zweitrangig, ob es sich um ein echtes Buch oder um einen Dummy handelt. Im letzten Fall fertigt ein eigens darauf spezialisierter Hersteller aus Deutschland hohle Attrappen an.


Hauptsache unverfänglich in Titel und Erscheinung. Der Inhalt? Vernachlässigbar.

Sind die Bücher echt, kommen sie von sogenannten Echtbuch-Lieferanten, das sind Firmen, die überzählige Bestände von Verlagen aufkaufen. „Fixe Regeln gibt es nicht“, sagt auch Thomas Salinger, Marketingleiter und Sprecher der XXXLutz-Gruppe. Hauptsache unverfänglich in Titel und Erscheinung. Der Inhalt? Vernachlässigbar.

Ikea hingegen lässt neuerdings eigens Bücher herstellen, wie Österreich-Sprecherin Barbara Riedl erklärt. Mittels Marktforschungsdaten werde eruiert, was Kunden gern hätten. Danach werden von Ikea selbst Schreiber engagiert. Deren Elaborate tragen dann Titel wie „Gut verstaut – Teil 2“ oder „Ikea – Das Buch“.

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