Theoretisch Toxisch: honig kann geringe Mengen von Substanzen beinhalten, mit denen Pflanzen Fraßfeinde abwehren.

Theoretisch Toxisch: honig kann geringe Mengen von Substanzen beinhalten, mit denen Pflanzen Fraßfeinde abwehren.

Wissenschaft

Vorsicht, Gift!

Natur ist sanft, Chemie dagegen potenziell riskant, denkt man gerne.

Dieser Irrglaube wurde wieder einmal durch die Analyse einiger Nahrungsmittel widerlegt. Schon länger ist bekannt, dass manche Pflanzen sekundäre Inhaltsstoffe produzieren, um Fraßfeinde abzuwehren. Diese Substanzen sind jedoch nicht nur für Schädlinge giftig, sondern theoretisch auch für den Menschen - jedenfalls dann, wenn sie über längere Zeiträume konsumiert werden. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung untersuchte den Gehalt solcher Toxine, sogenannter Pyrrolizidinalkaloide, in verschiedenen Lebensmitteln - und wurde bei Blattsalat, Spinat, Honig sowie Tee fündig. Das bedeutet keineswegs, dass man eine Vergiftung fürchten muss, wenn man manchmal ein Honigbrot isst oder ein paar Tassen Kräutertee trinkt. Sehr regelmäßig über lange Zeit genossen, sind aber Beeinträchtigungen der Leber möglich. Genereller Tipp der Experten: Immer wieder mal abwechseln und vielleicht besser nicht über Jahre immer zu denselben Produkten greifen.

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