Black Friday: Shopping-Irrsinn made in USA

Black Friday: Shopping-Irrsinn made in USA

"Black Friday" als umsatzstärkster Tag des Jahres: Der Freitag nach dem Thanksgiving-Feiertag ist in den USA traditionell der Auftakt zur Weihnachts-Shopping-Saison.

Die Stimmung der US-Verbraucher ist zu Beginn des wichtigen Weihnachtsgeschäfts so gut wie seit über sieben Jahren nicht mehr. Das Barometer für die Konsumlaune kletterte im November um 1,9 auf 88,8 Punkte, wie Thomson Reuters und die University of Michigan am Mittwoch zu ihren endgültigen Umfragedaten mitteilten.

Auftakt zur Weihnachts-Shopping-Saison
Dies ist der beste Wert seit Juli 2007 und zugleich ein gutes Omen für den sogenannten "Black Friday": Der Freitag nach dem Thanksgiving-Feiertag ist in den USA traditionell der Auftakt zur Weihnachts-Shopping-Saison. Er ist für den Handel der umsatzstärkste Tag des Jahres. Fallende Benzinpreise und die steigende Beschäftigung kurbeln derzeit die Kauflaune an.

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Die Verbraucher hatten bereits im Oktober mehr konsumiert. Ihre Ausgaben stiegen um 0,2 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium mitteilte. Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal mit 3,9 Prozent unerwartet kräftig gewachsen. Dazu trug auch der private Konsum bei, der rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der weltgrößten Volkswirtschaft ausmacht.

Shopping-Irrsinn "Black Friday"

Ökonomin Christiane von Berg von der BayernLB erwartet "eine dynamische US-Konjunktur im vierten Quartal". Die Industrie erhielt im Oktober überraschend mehr Aufträge. Die Bestellungen von langlebigen Gütern zogen um 0,4 Prozent zum Vormonat an. Ökonomen wurden auf dem falschen Fuß erwischt, da sie ein Minus von 0,6 Prozent erwartet hatten. Klammert man die Verkehrsbranche aus, schrumpften die Bestellungen allerdings um 0,9 Prozent. Während die Aufträge im Automobilbereich leicht zulegten, ging die Bestellungen der Maschinenbauer zurück. "Es bleibt abzuwarten, ob die positive Stimmung im Unternehmenssektor und die blendende Verfassung der Aktienmärkte einen Auftrieb bei den Orderzahlen bewirken können", konstatierte Bernd Krampen von der NordLB.

(APA/Red.)