Causa „Terminal Tower“: Justiz führt neben Karl-Heinz Grasser 27 weitere Beschuldigte

Causa „Terminal Tower“: Justiz führt neben Karl-Heinz Grasser 27 weitere Beschuldigte

Ermittlungen der „Soko Constantia“ abgeschlossen – Verdachtslage rund um Immobiliengeschäft „erhärtet.

Wie „profil“ in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, führt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in der Causa „Terminal Tower“ Linz nunmehr 28 Beschuldigte, unter ihnen Karl-Heinz Grasser, Peter Hochegger, Walter Meischberger, Ernst Karl Plech, Horst Pöchhacker, Ludwig Scharinger sowie der amtierende Linzer Bürgermeister Klaus Luger und dessen Vorgänger Franz Dobusch. Bei den 20 anderen Personen handelt es sich um aktive und ehemalige Angestellte der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (acht Personen), des Baukonzerns Porr (sieben Personen) sowie Raiffeisen Leasing (fünf Personen).

Dies geht aus einem mit 11. Jänner dieses Jahres datierten Abschlussbericht der „Soko Constantia“ hervor, demzufolge sich die Verdachtslage gegen die genannten Beschuldigten „erhärtet“ habe. Es geht um vermutete Untreue, Bestechung, Bestechlichkeit und Amtsmissbrauch in Zusammenhang mit der Einmietung der oberösterreichischen Finanz- und Zollämter im Linzer Terminal Tower 2006, einem Gemeinschaftsprojekt von Porr, Raiffeisen Oberösterreich und Raiffeisen Leasing. Dabei sollen 200.000 Euro an „Vermittlungsprovision“ via Peter Hochegger an Walter Meischberger, Ernst Karl Plech und Karl-Heinz Grasser geflossen sein.

Wie „profil“ weiter berichtet, stützt sich die Justiz nach wie vor nur auf Indizien – der Beweis, dass Grasser von diesem oder einem anderen Geschäft direkt profitiert hätte, konnte bisher nicht erbracht werden. Die Beschuldigten haben die Vorwürfe bereits mehrfach und ausdrücklich zurückgewiesen. Es gilt die Unschuldsvermutung.