Eine alte Frau sitzt im Ohrensessel mit einer Bankkarte in der Hand. Über ihr lösen sich Geldscheine in Luft auf.
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Digitalisierung und Alter: Zu gebrechlich für die Bank

Zehntausende Österreicher sind bei ihren Bankgeschäften auf Unterstützung angewiesen, weil sie nicht mehr mobil sind oder an digitalen Hürden scheitern. Doch es gibt Lösungen.

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Der demografische Wandel kommt pünktlich. An jedem Monatsersten ist er um 9.00 Uhr in den Bankfilialen der Republik anzutreffen. Sobald die Rente auf dem Konto eingelangt ist, strömen Österreichs Pensionisten in die Foyers ihrer Hausbanken. Die waghalsigeren unter ihnen stellen sich den Herausforderungen der Selbstbedienungsautomaten, die anderen stellen sich auf längere Wartezeiten ein. Im Vergleich zu den Schaltermitarbeitern sind die Senioren deutlich in der Überzahl.

Die Digitalisierung produziert Gewinner und Verlierer: Wer mit Online-Banking umgehen kann, erledigt seine Überweisung über die Handy-App bequem vom Wohnzimmersofa aus. Wem das technische Verständnis oder die Zielgenauigkeit in den Fingern fehlt, der muss selbst zur Bank gehen. Dann gibt es noch die Menschen, die ihre Bankgeschäfte ohne Unterstützung gar nicht mehr erledigen können. Und diese Gruppe wird immer größer.

Ingrid Korosec hat gerade einen Wettlauf gegen die Zeit gewonnen. „Ich habe die Verlängerung des Zeitfensters für Dateneingaben auf 60 Sekunden bei der Bank Austria erwirkt“, sagt die Vorsitzende des ÖVP-Seniorenbundes. Wer am Automaten zu lange für die Überprüfung und Bestätigung der Zahlscheindaten braucht, wird zurück an den Start geschickt. Es ist ein kleiner Erfolg in einer großen Auseinandersetzung.

Josef Redl

Josef Redl

ist Redakteur im Wirtschafts-Ressort.