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Red Bull verliert Federn
10/04/2014

Gewinneinbruch bei Red Bull

Unternehmen. Gewinneinbruch bei der Red Bull GmbH

von Christina Hiptmayr

Dietrich Mateschitz (Foto) wird den Gürtel ein klein wenig enger schnallen müssen. Wie aus dem nun vorliegenden Jahresabschluss der Red Bull GmbH hervorgeht, brach der Betriebsgewinn im Geschäftsjahr 2013 um mehr als ein Fünftel – exakt um 22,3 Prozent – auf 411,5 Millionen Euro ein.

Wie in den Vorjahren lassen sich die Gesellschafter des Energydrinkherstellers – 49 Prozent hält Mateschitz, die Mehrheit besitzen seine thailändischen Partner Chaleo und Chalerm Yoovidhya – nur die Hälfte des Gewinns auszahlen. 182,7 Millionen Euro bleiben als Gewinnvortrag im Unternehmen.

Der Red-Bull-Boss kann diesmal somit eine Gewinnausschüttung von nur mehr 89,5 Millionen Euro einstreifen. Zuletzt bekam er noch 109,7 Millionen Euro auf sein Konto überwiesen. Mateschitz wird es verschmerzen können: Laut aktueller Forbes-Liste, die sein Vermögen auf 7,3 Milliarden Euro taxiert, ist er immer noch der reichste Österreicher.

Auch der Umsatz der Gesellschaft ging zurück, er sank um sechs Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Die gesamten Erlöse des Konzerns sind in dieser Bilanz jedoch nicht enthalten. Diese belaufen sich auf fünf Milliarden Euro.
Höhere Investitionen ins Marketing sowie der Umsatzrückgang – der aus einem „geplanten Lagerabbau bei den Vertriebstöchtern“ resultieren soll – hätten zu der Ergebnisveränderung geführt, heißt es im Lagebericht.
Sorgen muss man sich um das Unternehmen nicht machen. Die Kriegskasse des Konzerns ist gut gefüllt. Das Volumen des sogenannten Finanzmittelfonds, zu dem neben dem Kassenbestand auch Guthaben bei Banken und Wertpapiere zählen, beläuft sich auf 556 Millionen Euro (2012: 521 Millionen Euro).

Zudem steht Red Bull bei den Banken nicht in der Kreide. Verbindlichkeiten bestehen lediglich gegenüber verbundenen Unternehmen und Lieferanten. Diese sind zwar von 165 auf 171 Millionen Euro gestiegen, dem steht aber ein Eigenkapital von fast 1,6 Milliarden Euro gegenüber. Dadurch ergibt sich eine höchst komfortable Eigenkapitalquote von 82,3 Prozent. Im Jahr davor lag sie noch bei 80,9 Prozent.

Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet Mateschitz wieder einen Umsatzanstieg, wie er im Jahresabschluss berichtet. Allerdings gehe man davon aus, dass es „durch die geplanten steigenden Investitionen in die Marke nächstes Jahr zu einem Rückgang des Gewinnes kommt, sich dadurch aber das Gewinnpotenzial für die Folgejahre deutlich vergrößert“.

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