Goldreserven und Preisverfall

Goldreserven und Preisverfall

Hat die OeNB durch den Verfall des Goldpreises Verluste eingefahren, Herr Nowotny?

Mit über 1000 Tonnen sitzt die Schweiz auf den siebentgrößten Goldreserven der Welt. Doch dieser Schatz sorgt nun für Milliardenverluste. Weil 2013 der Preis für die Feinunze um 27 Prozent abstürzte, reduzierte sich der Wert der helvetischen Goldbestände um rund 15 Milliarden Franken (9,7 Mrd. Euro). Die Schweizer Nationalbank (SNB) muss nun einen Verlust von rund neun Milliarden Franken (7,3 Mrd. Euro) verbuchen. Erstmals seit ihrer Gründung im Jahr 1907 erhalten die Kantone keine Ausschüttung und die Aktionäre keine Dividende. Und in Österreich? „Im Gegensatz zu den Schweizern werden die Goldreserven zu historischen Anschaffungskosten geführt und nicht zum jeweiligen Verkehrswert“, heißt es seitens der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Der Goldpreisverfall habe daher keinen Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Laut „Monatsausweisen“ der OeNB ist der Wert der heimischen Goldreserven (280 Tonnen) von rund elf Milliarden Euro Anfang 2013 auf aktuell 7,8 Milliarden Euro gefallen.