Heta zog Anzeige gegen Ronny Pecik und Partner zurück

Ronny Pecik 2012, nach einer Pressekonferenz anlässlich des Verkaufs
seiner Telekom-Aktien an Carlos Slim.

Ronny Pecik 2012, nach einer Pressekonferenz anlässlich des Verkaufs seiner Telekom-Aktien an Carlos Slim.

Laut Heta „keine strafrechtlich relevanten Tatbestände“ in Zusammenhang mit Kreditgeschäft aus 2007.

Wie profil in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, zog die Heta Asset Resolution AG Ende des Vorjahres eine erst im April 2015 eingebrachte Anzeige gegen den Investor Ronny Pecik, seinen Partner Georg Stumpf und zwei weitere Personen wegen mutmaßlichen Betrugs, Untreue und betrügerischer Krida wieder zurück. Dies geht aus einem profil vorliegenden Schreiben des Leiters der Heta-Forensik an das Bundeskriminalamt hervor.

Die Heta (vormals Hypo Alpe-Adria) hatte Pecik und Partner beschuldigt, in Zusammenhang mit deren Engagement beim Schweizer Oerlikon-Konzern 2007 einen Hypo-Kredit unzureichend besichert und letztlich auch nicht bedient zu haben, woraus der Bank ein Schaden von rund 40 Millionen Euro erwachsen sein soll. „Die Besicherungsklauseln des Kredits der Heta wurden trotz des Wertverlusts der Oerlikon-Aktien eingehalten“, heißt es in dem Schreiben. Aus Sicht der Heta lägen „keine strafrechtlich relevanten Tatbestände vor“, auch bestünden „keine Ansprüche für Heta. Somit wird Heta den Privatbeteiligtenanschluss zurückziehen.“

Nach profil -Recherchen soll aus der Sphäre der ehemaligen Gesellschafter heraus eine gütliche Einigung mit der Heta erzielt worden sein. Bestätigen will das allerdings niemand. Pecik, der die Vorwürfe stets bestritten hatte, spricht lediglich von einem „völligen Schwachsinn. Da wurde aus dem Nichts etwas hochgepusht.“

Eingestellt ist Ermittlungsverfahren noch nicht, die Entscheidung liegt bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. „Wir warten auf den Abschlussbericht des Bundeskriminalamts“, so Behördensprecher Norbert Hauser gegenüber profil .