Hypo-Affäre: Ex-BayernLB-Chef Schmidt gesteht Haider-Bestechung

Hypo-Affäre: Ex-BayernLB-Chef Schmidt gesteht Haider-Bestechung

Im Münchner Prozess um den Kauf der Kärntner Hypo Alpe Adria im Jahr 2007 kam es heute zu einer Verurteilung.

Der frühere BayernLB-Chef Werner Schmidt erhält wegen des Kaufs der Kärntner Problembank Hypo Alpe Adria eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten wegen Bestechung des früheren Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider. Der 71 Jahre alte Schmidt hatte die Tat zuvor gestanden. Die Zustimmung zum Verkauf im Jahr 2007 war an ein Fußball-Sponsoring von 2,5 Mio. Euro gebunden.

Keine Beweise für Veruntreuung
Für den Vorwurf, Schmidt habe für die Hypo zu viel bezahlt und damit Geld der BayernLB veruntreut, sah das Gericht dagegen keine Beweise. Dem zweiten verbliebenen Angeklagten Rudolf Hanisch stellte die Strafkammer eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage in Aussicht. Darüber werde am Nachmittag gesondert verhandelt, sagte Richter Joachim Eckert.

Der Hauptvorwurf der Untreue seitens der Staatsanwaltschaft löste sich damit nach mehr als 50 Prozesstagen endgültig in Luft auf. Sie hatte vergeblich versucht, das Gericht davon zu überzeugen, die ursprünglich acht beschuldigten Vorstände hätten mit dem Einstieg bei der später notverstaatlichten Problembank Hypo vorsätzlich Geld der BayernLB veruntreut. Zwei von ihnen wurden vorzeitig aus dem Verfahren entlassen, gegen vier weitere wurde der Prozess im August mangels hinreichender Beweise gegen Geldauflagen eingestellt.

+++ Lesen Sie hier nach: Deutsche Banker sollen Jörg Haider bestochen haben +++ (profil November 2013)

(APA/Red.)