Hypo Alpe-Adria: OeNB-Gouverneur Nowotny zu Moody`s-Downgrade österreichischer Banken

Hypo Alpe-Adria: OeNB-Gouverneur Nowotny zu Moody`s-Downgrade österreichischer Banken

Nationalbank habe Regierung vor Risiken des Hypo-Sondergesetzes gewarnt.

In einem Interview in der Montag erscheinenden „profil“-Ausgabe nimmt Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny zum jüngsten Downgrade der Verbindlichkeiten mehrerer österreichischer Banken durch die Ratingagentur Moody’s Stellung: „Die Ratingänderungen sind im Einzelfall ja differenziert erfolgt, die Garantien der Republik werden voll anerkannt.“ Obwohl Nowotny nicht damit rechnet, dass das Downgrade sich wesentlich auf die „tatsächlichen Refinanzierungskosten“ der betroffenen Banken Regierung auswirken wird, hält er fest: „Es zeigt sich, dass die Einbeziehung von Gläubigern mit Risiken verbunden sein kann, worauf die OeNB in ihrer Stellungnahme auch hingewiesen hat. Die OeNB hat daher auch die spezielle Notwendigkeit einer umfassenden Information über den Sondercharakter der vorgeschlagenen Maßnahmen betont.“

Zugleich legt er Wert auf die Feststellung, dass die OeNB „nicht in die Entstehung dieses Gesetzes eingebunden“ gewesen sei. „Wir wurden nur gebeten, zu Fragen der Finanzmarktstabilität und der Kapitalmärkte Stellung zu nehmen.“ Im Fall Hypo, so Nowotny im „profil“-Interview, „gibt es keine perfekten Lösungen, hier geht es eher um das kleinere Übel.“

(Red.)