KTZ-Geschäftsführer Dietmar Wassermann ist offenbar untergetaucht

KTZ-Geschäftsführer Dietmar Wassermann ist offenbar untergetaucht

Der Kärntner Unternehmer Wassermann Mehrwertsteuerbetrug im großen Stil vor.

Der Kärntner Unternehmer Dietmar Wassermann hat am Freitag die Untersuchungshaft in Deutschland nicht angetreten, sondern ist verschwunden. Ute Lambauer, Sprecherin des Klagenfurter Landesgerichts, bestätigte einen Bericht der "Kleinen Zeitung" . Wassermann wird in Deutschland Mehrwertsteuerbetrug im großen Stil vorgeworfen. Ein Versuch, die Auslieferung zu verhindern, war gescheitert.

Wassermann ist unter anderem Geschäftsführer der "Kärntner Tageszeitung" (KTZ). Der deutschen Justiz zufolge sollen er und elf mutmaßliche Komplizen über ein Geflecht von Scheinfirmen die deutsche Finanz um 3,8 Millionen Euro gebracht haben. Wassermann bestreitet die Vorwürfe.

+++ Haftbefehl gegen KTZ-Geschäftsführer Dietmar Wassermann +++

"Er hat die Haft nicht angetreten. Ob Wassermann untergetaucht ist, kann ich nicht sagen", so Lambauer. Der Unternehmer hätte sich am vergangenen Freitag in Freilassing den deutschen Behörden stellen sollen. Wassermann wurde nun zur Festnahme ausgeschrieben, das wurde jedoch bisher offiziell von keiner Stelle bestätigt. Wassermann selbst war telefonisch nicht erreichbar. Sein Sohn hatte gegenüber der "Kleinen Zeitung" angegeben, er habe seit Freitag keinen Kontakt mehr zum Vater. Auch Wassermanns Anwalt wusste nicht, wo sein Mandant sich aufhält. "Ich bin selber überrascht", sagte Ferdinand Lanker.

+++ Die seltsamen Geschäfte des Dietmar Wassermann +++

Was mit der KTZ und anderen Firmen Wassermanns nun passiert, ist noch offen. Gegen die KTZ liegt ein Konkursantrag der Gebietskrankenkasse vor, das Gericht hatte dem Unternehmer vergangene Woche eine Nachfrist zur Bezahlung der Schulden gewährt. Zivilgerichtssprecher Wilhelm Waldner sagte, dass der Insolvenzrichter theoretisch die Möglichkeit hätte, die Frist nun zu verkürzen - oder auch zu verlängern - oder eine andere Maßnahme zu setzen.

(APA/Red)