"KZ-Design": Modekette Zara wegen Baby-Shirts in der Kritik

"KZ-Design": Modekette Zara wegen Baby-Shirts in der Kritik

Ein gestreiftes Hemd mit gelbem Stern: Die spanische Modekette Zara hat ein Baby-Shirt im Angebot geführt, dessen unglücklich gewähltes Design an die Kleidung von KZ-Häftlingen denken ließ. Nach öffentlichem Protest wurde es aus dem Sortiment genommen.

In der Kritik stand das Zara-Baby-Shirt "Sheriff" in den Größen 62 bis 104, das online und in Filialen in den Handel kam. "Bis vor kurzem wurde den Einkäufern im Zara-Online-Shop noch empfohlen, das 'Sheriff'-Shirt mit einer Hose im Katzen-Print und einer Steppjacke mit Kapuze zu kombinieren. Jetzt hat das Unternehmen auf den Protest reagiert, sich via Twitter entschuldigt und das 'Sheriff'-Shirt aus dem Sortiment genommen", berichtete u.a. die Süddeutsche Zeitung online .

In der Kritik: "White is the new Black"
Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass das Unternehmen durch unsensible Mode-Statements auffiel. Zuvor sei Zara mit einem Shirt in die Kritik geraten, auf dem "White is the new Black" zu lesen war - "Weiß ist das neue Schwarz", was viele Menschen in Onlineforen als rassistisches Statement aufgenommen hatten. Dieses Kleidungsstück sei ebenfalls zurückgezogen worden.

Auch andere Firmen "patzten". Der Sportartikelhersteller "adidas" beispielsweise musste vor zwei Jahren die Produktion eines Turnschuhs einstellen, weil die als Designelement aufgedruckten Fußfesseln von vielen als Provokation gegen Afroamerikaner und Ignoranz gegenüber der Geschichte der Sklaverei gesehen wurden.

(APA/Red.)