Joe Biden
Joe Biden

© APA/AFP/FREDERIC J. BROWN

Wirtschaft
03/05/2020

profil-Morgenpost: Super Thursday

Guten Morgen!

von Stefan Melichar

„Ich bin nicht tot.“ Dieser interessanten Selbstdiagnose des früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden ist wenig hinzuzufügen. Nicht tot zu sein, ist jedenfalls Grundvoraussetzung dafür, Präsident der Vereinigten Staaten werden zu können. Und die Chancen Bidens, doch noch als Kandidat der demokratischen Partei aufgestellt zu werden, sind wieder einigermaßen intakt. Das zeigte sich diese Woche am wohl wichtigsten Tag im Vorwahlkampf – dem sogenannten „Super Tuesday“. So heißt übrigens auch der wöchentliche Podcast, in dem die profil-Außenpolitikexperten Martin Staudinger und Robert Treichler mit spannenden Gästen durch den Wahlkampf-Wahnsinn jenseits des Atlantiks führen – noch 35 mal bis zum großen Showdown ums Weiße Haus am 3. November.

Nicht tot zu sein, ist mehr, als andere von sich behaupten können. Wirtschaftlich steuert zum Beispiel gerade die frühere Meinl Bank, die nun unter Anglo Austrian AAB AG firmiert, auf den Exitus zu. Am Dienstag wurde das Konkursverfahren über die ehemalige Privatbank, die zuletzt auf Geheiß der Aufsichtsbehörden ihre Lizenz abgeben musste, eröffnet. Viel wurde zur Meinl Bank bereits medial berichtet. Das Opus magnum stammt von profil-Aufdecker Michael Nikbakhsh, der sich im November 2019 im Rahmen einer internationalen Journalistenkooperation dem Thema angenommen hat.

Quietschlebendig ist übrigens die Chance auf einen spannenden Untersuchungsausschuss als Folge des Ibiza-Skandals: Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat den Versuch der türkis-grünen Regierung, den von SPÖ und Neos vorgeschlagenen Untersuchungsgegenstand einzuschränken, mit klaren Worten abgeschmettert. Das lässt – Stichwort Postenschacher – eine umfassende Aufklärung erhoffen. Die Auswirkungen der VfGH-Entscheidung analysieren Christian Rainer und Eva Linsinger diese Woche im Innenpolitik-Podcast.

Einen „Super Thursday“!

Stefan Melichar

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