ÖBB werfen Ex-Manager Poschalko „organisierte Kreditverträge“ vor

ÖBB werfen Ex-Manager Poschalko „organisierte Kreditverträge“ vor

Die ÖBB werfen dem ehemaligem ÖBB-Manager Gustav Poschalko „organisierte Kreditverträge“ vor. Eine britische Zweckgesellschaft soll auf diesem Weg 27,6 Millionen erhalten haben.

Unter Verantwortung des ehemaligen Rail Cargo-Vorstands Gustav Poschalko sollen eine Reihe von Kreditverträgen bar jeglicher Sicherheiten abgeschlossen worden sein. Einer in London situierten Zweckgesellschaft namens Watersdale Ltd. sollen auf diesem Weg in Summe 27,6 Millionen Euro zugeflossen sein. Mit der Watersdale soll Poschalko zwischen 2000 und 2009 „tiefgreifende geschäftliche Verbindungen“ gepflogen haben.

Laut der von den ÖBB an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft übermittelten Sachverhaltsdarstellung werden Poschalko hochverzinste Kreditverträge, die Zweckgesellschaften vergaben und in weiterer Folge an die ihm unterstellte Express-Interfracht übertragen wurden, zum Vorwurf gemacht: „Es besteht der dringende Verdacht, dass all diese höchst risikoreichen Geschäfte von den Verantwortlichen der EXIF AT in vollem Bewusstsein der Unterlassung der Besorgung von Sicherheiten abgeschlossen wurde.“ Poschalkos anwaltliche Vertretung gab hiezu keine Stellungnahme ab.

Poschalko soll gemeinsam mit einer Reihe von Personen und Gesellschaften seinen ehemaligen Arbeitgeber ÖBB zwischen 1997 und 2009 durch nicht nachvollziehbare Provisionszahlungen in Polen, der Ukraine und Weißrussland sowie durch unbesicherte Kreditverträge einen wirtschaftlicher Schaden von bis zu 93 Millionen Euro zugefügt haben.

(Red.)