Sultan Al Jaber und OMV-Vorstandschef Rainer Seele am Samstag, 23. März 2019, anl. eines Treffens in Abu Dhabi.

© APA/Helmut Fohringer

Wirtschaft
05/01/2021

OMV: Spitzelvorwürfe, Intrigen und das Fiasko einer Medienklage

Die teilstaatliche OMV kommt nicht zur Ruhe. Ein Blick in ein für Österreich wichtiges Unternehmen, dessen Reputation und Zukunft auf dem Spiel stehen. [E-Paper]

von Michael Nikbakhsh, Joseph Gepp, Christina Hiptmayr, Stefan Melichar

Ein Konzern klagt ein Medium wegen kritischer Berichterstattung. Das ist zunächst kein außergewöhnlicher Vorgang. Journalisten, die den Mächtigen auf die Finger schauen, müssen mit Gegenwehr rechnen – selbst wenn sie keinen Zweifel an der Validität ihrer Recherchen haben. Ein streitlustiger Medienanwalt ist schnell gefunden, eine Klage schnell formuliert, und vor Gericht liegt dann jedes Wort in der Waagschale, die Beweislast sowieso beim Medium. Da kann schon eine unbequeme Frage ausreichen, um die Einschüchterungsmaschinerie in Gang zu setzen. Wir bei profil kennen das – aus unzähligen Causen.

Der teilstaatliche OMV-Konzern – Öl, Gas, Chemie – hat im Dezember vergangenen Jahres die Online-Plattform dossier.at geklagt. Dossier hatte sich  an der Frage abgearbeitet, ob die OMV für die Mehrheit am österreichischen Chemiekonzern Borealis 2020 einen überhöhten Preis bezahlt habe – was die OMV energisch mit Nein beantwortet.

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