Sparkassenchef mietet Sparkassenwohnung zum Spartarif

Die Sparkasse in Feldkirchen

Die Sparkasse in Feldkirchen

Wolfgang Röttl zahlt kaum mehr als 50 Euro Monatsmiete für rund 200 Quadratmeter.

Wie profil in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat der langjährige Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Feldkirchen in Kärnten, Wolfgang Röttl, Erklärungsbedarf wegen seines Mietverhältnisses mit der Sparkasse Feldkirchen. Demnach zahlt Röttl für eine im Feldkirchener Sparkassengebäude untergebrachte, rund 200 Quadratmeter große Wohnung kaum mehr als 50 Euro Miete im Monat – zuzüglich Betriebskosten. Grundlage ist ein privates Arrangement zwischen ihm als Mieter und der Bank als Vermieterin, die Wohnung ist also nicht Teil seines Vorstandsvertrags.

In einer profil übermittelten Stellungnahme hält Röttl fest: „Es handelt sich in meiner Angelegenheit um keine Dienstwohnung, sondern um ein Mieterverhältnis. Ich zahle sowohl die monatlich vereinbarte Miete, sowie die auf die Wohnung anfallenden Betriebskosten. Dies seit Beginn des Mietverhältnisses. Im Übrigen handelt es sich um ein Mietverhältnis, das dem Mietrechtsgesetz unterliegt.“ Tatsächlich geht das Mietverhältnis auf seinen Vater zurück, welcher der Bank bis Ender der 1980er-Jahre über Jahrzehnte hinweg als Vorstandsdirektor gedient hatte, ehe Wolfgang Röttl 1988 in den Vorstand der Sparkasse und den mietengeschützten Vertrag eintrat. Zur Angemessenheit der Miete äußert Röttl sich nicht.