Wirtschaft und Wachstum: Müssen wir uns vor 2014 fürchten?

Wirtschaft und Wachstum: Müssen wir uns vor 2014 fürchten?

In zwei Wochen, wenn um Mitternacht Korken und Feuerwerkskörper knallen, werden Millionen Österreicher im Geiste ihre guten Vorsätze memorieren und sich fragen, was denn das neue Jahr so bringen möge.

Eine Antwort darauf hat Johannes Kopf: „2014 wird das Jahr mit der höchsten jemals gemessenen Arbeitslosigkeit.“ Das sagte der Chef des österreichischen Arbeitsmarktservices (AMS) kürzlich in einem Interview in profil . Bereits Ende Jänner könnte die Zahl der Menschen ohne Job die Marke von rund 450.000 erreichen. Ein Jahr später, Anfang 2015, rechnet Kopf mit fast einer halben Million. Arbeitslosigkeit und stagnierende Einkommen haben wiederum negative Auswirkungen auf den privaten Konsum. Laut aktuellem Wirtschaftsausblick der OECD wird dieser im nächsten Jahr lediglich um 0,5 Prozent anziehen. Angesichts dieser Daten erwartet der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) für 2014 steigende Insolvenzzahlen. Die OECD hat zudem den heimischen Bankensektor scharf im Visier: Im europäischen Vergleich seien die heimischen Institute unterdurchschnittlich kapitalisiert. Das könne zu einer noch restriktiveren Kreditvergabe führen, was wiederum das Wirtschaftswachstum enorm dämpfen würde. Vor allzu übertriebenem Optimismus kann man also nur warnen.