ACR Kooperationspreis 2015: Gezielte Innovation stärkt KMU im Wettbewerb

ACR Kooperationspreis 2015: Gezielte Innovation stärkt KMU im Wettbewerb

Von der Messsonde in Nanogröße bis zum Stahlbeton, vom Traditionsunternehmen bis zum Start-up: Wirtschaftsministerium und Austrian Cooperative Research (ACR) zeichneten wieder drei besonders erfolgreiche Innovationen von kleinen und mittleren Unternehmen mit ACR-Forschungsinstituten aus.

"Innovation ist der Schlüssel für langfristigen Unternehmenserfolg. Die ausgezeichneten Unternehmen sind eindrucksvoller Beweis für die Innovationskraft des österreichischen Mittelstandes. Durch marktnahe Produkt- und Dienstleistungsinnovation mischen unsere KMU auf den Weltmärkten mit, in ihren Nischen sind sie global vorne mit dabei. Die ACR-Institute sind verlässliche Forschungspartner für unseren Mittelstand. Das Ministerium unterstützt die ACR deshalb seit 20 Jahren", sagte Harald Mahrer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, anlässlich der Preisverleihung.

"Wir vergeben heute zum zehnten Mal den ACR Kooperationspreis. Das ist eine Leistungsschau der innovativen KMU. Heuer haben wir ein mittelgroßes Traditionsunternehmen aus Vorarlberg, ein kleines high-tech KMU aus Wien und ein Start-up aus Oberösterreich auf der Bühne. Für sie alle war die Produktinnovation, für die sie heute ausgezeichnet werden, entscheidend im internationalen Wettbewerb. Die notwendige Unterstützung in Forschung und Entwicklung bekamen sie von einem ACR-Institut", kommentierte ACR-Präsident Martin Leitl die Gewinnerprojekte.

Die Preisverleihung fand am 7. Oktober im Rahmen der ACR Enquete in der Sky Lounge der Wirtschaftskammer Österreich in Wien statt. 150 geladene Gäste aus Wirtschaft, Forschung und Politik kamen.

Die Gewinnerprojekte

Hochbau aus Oberösterreich

Das oberösterreichische Start-up Rapperstorfer Automation wurde vor einem Jahr mit einer
Geschäftsidee gegründet. Entwickelt wurde eine Produktionsanlage, die den Bewehrungsstahl für
Betonwände vollautomatisch berechnet und platziert. Dafür kommen Schweißroboter und
Industrie 4.0 zum Einsatz. Die erste Anlage nimmt demnächst die Produktion auf. Ein
ACR-Forschungsinstitut, das Bautechnische Institut in Linz, war Entwicklungspartner.

Materialwissenschaft aus der Steiermark

In Elektronenmikroskopen lassen sich winzige elektronische Bauteile charakterisieren um beispielsweise deren Temperaturverhalten im Betrieb zu bestimmen. Das Zentrum für Elektronenmikroskopie Graz (FELMI-ZFE) hat zusammen mit dem Hersteller SCL Sensor. Tech. Fabrication aus Wien neuartige Messsonden für Elektronenmikroskope entwickelt, die Strukturen im kleinen Nanometerbereich charakterisieren können. Möglich wird das durch 3D Nanoprinting.

Glasverarbeitung aus Vorarlberg

Splitterstrukturiertes Glas wird als Designelement eingesetzt. Bis dato war nicht gut steuerbar, wie das Glas springt, und die Technik konnte nicht optimal für Fassaden eingesetzt werden. Glas Marte aus Bregenz und das ACR-Forschungsinstitut V-Research aus Dornbirn entwickelten ein Produktionsverfahren, wie man splitterstrukturiertes Glas im Industriemaßstab herstellen kann – mit kontrollierter Splitterung und gleichbleibender Qualität. Das neue Produkt wird schon verkauft.