<i><small>Cyberama von Thomas Vašek</small></i>
Konsum total

<i><small>Cyberama von Thomas Vašek</small></i>
Konsum total

Wie neue Netztechnologien das Ein­kaufen in Zukunft verändern werden.

Shopping kann mühsam sein. Man muss das gewünschte Produkt suchen, Preise vergleichen und dann auch noch bezahlen. Neue Technologien sollen das Einkaufen in Zukunft komfortabler machen. Bald könnte uns das Smartphone direkt zur Ware geleiten, Informationen zu Sonderangeboten liefern und Stammkunden persönliche Rabatte anbieten. In Pilotprojekten funktioniert das bereits. Die zentrale Technik heißt „Beacon“ (Leuchtfeuer), dabei handelt es sich um Minisender, die Signale bis zu 30 Meter weit aussenden. Wie ein reales Leuchtfeuer funken diese Geräte ihren jeweiligen Standort an Smartphones in der Umgebung und laden zum „Einchecken“ ein, wozu eine entsprechende App installiert sein muss. Die Technik ermöglicht es etwa einem Supermarkt, direkt mit dem Kunden in Kontakt zu treten. Die App hilft dann bei der Orientierung im Geschäft und bei der Produktauswahl. In Zukunft könnte man etwa vor einem Warenregal
stehen, der Beacon identifiziert einen Stammkunden, worauf man von der App einen Preisnachlass für das Produkt angeboten bekommt. Einige US-Einzelhandelsketten haben ihre Filialen bereits mit Beacons ausgestattet. Noch ist Beacon nicht ganz ausgereift, aber ein Durchbruch gilt nur als Frage der Zeit. Möglichen Anwendungen sind kaum Grenzen gesetzt. So könnte die Technik auch fürs mobile Bezahlen eingesetzt werden. Erst Anfang Februar hat Amazon seine App „Flow“ vorgestellt, die per Handykamera Produkte erkennen kann, um den Kunden daraufhin zum entsprechenden Amazon-Angebot zu lotsen; mit einer ähnlichen Technik arbeitet nun auch der Schuh- und Modeversender Zalando. Brauchen wir diese neuen Shopping-Technologien wirklich? Und was bedeuten sie für den kleinen Händler ums Eck?

Wie denken Sie darüber?

thomas.vasek@profil.at