<i><small>Cyberama von Thomas Vašek</small></i>
PlayStation 4 oder Xbox One?

Warum Eltern um eine Spielkonsole als Geschenk nicht herumkommen.

PlayStation 4 oder Xbox One? Das fragen sich vermutlich gerade Millionen Eltern, die nach einem Weihnachtsgeschenk für ihre Kinder suchen. Dabei sollte man sich eigentlich eine andere Frage stellen: Warum überhaupt eine Konsole? Die eben herausgekommenen Spielkonsolen von Microsoft und Sony sind teuer und sperrig, die älteren Spiele inkompatibel – und das neue Spieleangebot bislang nicht besonders aufregend. Zudem kosten Games für die neuen Konsolen gut 60 Euro, während man exzellente Spiele für Apple-Geräte schon für rund sieben Euro bekommt. Das sind vernünftige Argumente, aber natürlich ziehen sie bei Kids genauso wenig wie der Hinweis auf den hohen Energieverbrauch oder das recht laute Lüftergeräusch. Wer seinen Kindern die Weihnachten nicht vermiesen will, wird um die leidige Konsolen-Frage also nicht herumkommen. Zum Glück gibt es eine simple Antwort: Wer nur spielen will, für den ist Sonys PlayStation 4 die bessere (und billigere) Wahl. Die Xbox hat zwar die faszinierende Kinect-Technologie integriert, eine Infrarot-Kamera, die Gesten und Gesichter der Spieler erkennt. Aber das braucht man nur für Bewegungs- und Fitnessgames.

Sony hingegen hat auf eine eingebaute Kamera verzichtet, dafür ist die PS4 mit 400 Euro um rund 100 Euro billiger. Beide Konsolen haben eine Internetverbindung. Die Konzepte sind recht unterschiedlich: Die Xbox One ist als Multimedia-Zentrale fürs Wohnzimmer gedacht, die PS4 hingegen als Spiele-Spezialist. Als beste Wahl könnte es sich erweisen, auf die alte PS3 oder die Xbox360 zurückzugreifen. Beide Vorgängermodelle sind derzeit für weniger als 200 Euro zu haben. Und für beide Konsolen gibt es eine Vielzahl toller Spiele auf dem Markt. Blöd ist nur, wenn im Kinderzimmer schon eine davon steht. Eines sollten Sie jedenfalls nicht tun: Ihrem Kind statt einer Konsole ein Spiel schenken, das nur auf Ihrem iPad läuft, auch wenn es nur 6,99 Euro kostet. Das wäre ein schwacher Trost.

thomas.vasek@profil.at