Eine italienische Ärztin in der Lombardei
Eine italienische Ärztin in der Lombardei

© APA/AFP/Piero CRUCIATTI

Wissenschaft
03/24/2020

Die 10 häufigsten Fragen zum Coronavirus

profil beantwortet die meistgegoogelten Fragen zu Covid-19.

von Ines Holzmüller

Coronavirus - wie lange noch?

Die von der Regierung verordneten Maßnahmen bleiben zumindest bis zum 13. April aufrecht. Wie lange wir tatsächlich noch mit der Bekämpfung der Ausbreitung dieser Krankheit beschäftigt sind, hängt von der Effektivität dieser Maßnahmen ab - und auch davon, wie sehr sich die Menschen daran halten. Auch die Geschwindigkeit der Forschung spielt eine Rolle. Momentan ist noch nicht sicher, wie schnell eine wirksame Behandlung oder eine Impfung gegen Covid-19 entwickelt werden kann, obwohl es schon vielversprechende Ansätze gibt.

Was ist das Coronavirus?

Die Coronaviren bezeichnen eine große Familie an Viren. Der Erreger SARS-CoV-2 ist ein Coronavirus, der zuvor nicht bei Menschen nachgewiesen wurde. Das passierte erstmals in Wuhan in China. Dieser Erreger kann die Krankheit Covid-19 auslösen.

Wo in Oberösterreich ist das Coronavirus?

In Oberösterreich verbreitet sich Covid-19 momentan besonders im Zentralraum in und um Linz (Urfahr-Umgebung, Perg, Amstetten). Aktuelle Updates gibt es hier.

Wie lange ist man mit Coronavirus ansteckend?

Die Inkubationszeit des Virus, also die Zeitspanne, in der man schon angesteckt ist, aber sich Symptome erst entwickeln, beträgt meist fünf bis sechs Tage, kann aber bis zu 14 Tage dauern. Covid-19 wird primär über Tröpfcheninfektion übertragen. Auf kontaminierten Oberflächen kann sich der Virus zwar länger halten, eine Ansteckung scheint hier aber weniger wahrscheinlich, wenn auch nicht ausgeschlossen zu sein.

Was steckt hinter dem Coronavirus?

Um das Coronavirus gibt es mittlerweile zahlreiche Verschwörungstheorien und Fake-Nachrichten: Es gebe gar keine krankmachenden Viren, alles sei nur Panikmache oder Essig gurgeln helfe gegen eine Infektion. Manche sind harmlos, andere gefährden unser aller Gesundheit. Viele Menschen verbreiten solche Falschmeldungen ohne Hintergedanken weiter, andere erhoffen sich zum Beispiel durch das Verkaufen falscher Heilmittel Geld oder wollen die politische Stimmung im Land beeinflussen. Halten Sie sich bei Informationen an offizielle und renommierte Quellen und suchen Sie nach Bestätigung bzw. nach Faktenchecks der Behauptung (zum Beispiel auf mimikama.at oder correctiv.org).

Was sind die Symptome des Coronavirus?

Eine leichte Infektion mit dem Coronavirus kann ohne Symptome ablaufen oder lediglich mit den Symptomen einer Erkältung einhergehen. Natürlich können aber andere Personen angesteckt werden.

Anzeichen einer schweren Infektion sind unter anderem: • Fieber • Husten • Kurzatmigkeit • Atembeschwerden

Wie viele sind am Coronavirus gestorben?

Über 17.000 Menschen sind weltweit bereits am Coronavirus gestorben (Stand 24.03.). In Österreich gab es bis Dienstag 28 Todesfälle.

Wie wird auf das Coronavirus getestet?

Tests auf Antikörper gegen das Virus sind in dieser Phase der Ausbreitung laut Sozialministerium nicht sinnvoll. Es werden Tests verwendet, die in einer Probe aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum das genetische Material des Virus identifizieren können.

Was darf ich mit Coronavirus?

Zu Hause bleiben. Eine erkrankte Person wird isoliert. Ihre Kontaktpersonen werden gesucht, informiert und je nach Situation auch unter Quarantäne gestellt.

Warum ist das Coronavirus so gefährlich?

Anfang März ging die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei Covid-19 von einer Sterblichkeitsrate von 3,4 Prozent der Erkrankten aus. Diese variiert jedoch sehr stark regional und die Situation entwickelt sich ständig weiter. Die saisonale Grippe hat eine Sterblichkeitsrate von 0,1 Prozent*. Vor allem alte Menschen und immungeschwächte Personen sind besonders gefährdet. Die momentanen Maßnahmen dienen aber vor allem dazu, eine plötzliche Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Die Ansteckungsrate, also wie schnell sich der Virus verbreitet, soll so weit gesenkt werden, dass unsere Krankenhäuser nicht mit zu vielen schweren Fällen überfordert werden.

Die Daten zur Häufigkeit der Fragen (in den letzten sieben Tagen in Österreich) wurden vom Google News Lab bereitgestellt.

*Zuvor war im Artikel eine Sterblichkeitsrate für die Grippe von einem Prozent angegeben, dies basierte auf einer Information auf der Website des Sozialministeriums. Andere Quellen beziffern diese aber bei 0,1 Prozent.

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