Keine Angst vor Grüner Gentechnik

Keine Angst vor Grüner Gentechnik

Vor 20 Jahren sprossen die ersten gentechnisch veränderten Pflanzen. Allen Ängsten zum Trotz zeigen Studien, dass keine der Horrorvisionen eingetreten ist – ganz im Gegenteil: Landwirte profitieren nachweislich von nachgebesserten Sorten. An Grüner Gentechnik führt kein Weg vorbei, wenn wir in Zukunft die Welt ernähren wollen.

Wer im Vorjahr durch Oberösterreich fuhr, konnte leicht auf ein Plakat mit einer sehr klaren Aussage stoßen: „Giftkonzerne, behaltet euch den Gen-Scheiß.“ Der Slogan der Grünen Oberösterreich war grammatikalisch etwas kühn geraten, inhaltlich traf er aber gewiss einen Nerv.

Aus Daten der Europäischen Kommission geht hervor, dass die Österreicher der Gentechnik deutlich pessimistischer gegenüberstehen als die Bewohner aller anderen EU-Staaten. Österreich war auch das erste EU-Mitglied, das ein landesweites Gentechnikanbauverbot durchsetzte.

Zu einer gentechnikfreien Zone wurde Österreich dadurch allerdings keineswegs: Jährlich importieren wir Hunderttausende Tonnen gentechnisch verändertes Soja für die Tiermast. Wir bezahlen somit andere Länder dafür, gentechnisch veränderte Futtermittel für uns anzubauen.

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