Liebe auf den ersten Tick: Was Uhren mit der Partnerwahl zu tun haben

Liebe auf den ersten Tick: Was Uhren mit der Partnerwahl zu tun haben

Es scheint sie also wirklich zu geben, die sogenannte "biologische Uhr" - und zwar möglicherweise in einem weitaus wörtlicherem Sinne, als man bislang angenommen hätte.

Schenkt man nämlich einer aktuellen Studie der Florida State University Glauben, wirkt sich das Geräusch einer tickenden Uhr direkt auf das Fortpflanzungs- und Partnerwahlverhalten von Frauen aus.

Insgesamt 59 junge Versuchsteilnehmer beiderlei Geschlechts waren zunächst dazu befragt worden, in welchem Lebensalter sie gedächten, zu heiraten beziehungsweise Kinder in die Welt zu setzen. In einem zweiten Schritt wurden die jeweiligen Kriterien für die Partnerwahl eruiert. Eine Gruppe wurde dabei dem Geräusch einer subtil-tickenden Uhr ausgesetzt, die andere Gruppe in einer geräuschfreien Kulisse befragt. Nach Auswertung der Ergebnisse habe sich gezeigt, dass jene Frauen, die das Ticken der Uhr wahrgenommen hatten, zum einen ein früheres Lebensalter für die geplante Hochzeit und zum anderen wesentlich weniger anspruchsvolle Kriterien für die Partnerwahl angaben als die Teilnehmerinnen der Vergleichsgruppe. Auf die Antworten der Männer habe das Ticken wiederum keinerlei Einfluss gehabt.

Die US-Wissenschaftler erklärten die - im Journal "Human Nature" veröffentlichten - Ergebnisse wie folgt: "Die Fortpflanzungsfähigkeit von Frauen ist stark durch ihr Alter begrenzt. Anders als Männer, die noch bis ins hohe Alter Nachwuchs zeugen können, verlieren Frauen mit der Menopause ihre Fähigkeit, Kinder zu gebären. Subtile Hinweise, die das Vergehen von Zeit signalisieren - wie eben die Wahrnehmung einer tickenden Uhr - werden daher von manchen Frauen als Bedrohung ihrer Fruchtbarkeit interpretiert." Aha.

(Red.)