Wittgensteinpreisträgerin Renée Schroeder als FWF-Präsidentin?

Biochemikerin Renée Schröder beim 650-Jahr-Jubiläum der Universität Wien 2015.

Biochemikerin Renée Schröder beim 650-Jahr-Jubiläum der Universität Wien 2015.

Renommierte Biochemikerin fordert Verdoppelung des Budgets – Mitterlehner verspricht mehr Geld für den FWF.

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins profil zeigt sich Wittgensteinpreisträgerin Renée Schroeder erstmals offen für das Amt der Präsidentin des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF). Sie sei bereits gefragt worden, habe bisher aber abgelehnt. Nun stellt Schroeder eine Bedingung: „Ich habe keine Lust auf Mangelverwaltung. Aber für eine Verdopplung des jährlichen Budgets auf 400 Millionen Euro würde ich es machen.“ Diese Summe fordert auch das Gros ihrer Forscherkollegen. Deren Stimmen wären ihr bei der Wahl zur Präsidentin jedenfalls sicher.

Ein wenig zusätzliches Geld dürfte der FWF im Sommer erhalten. Das stellt Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) auf Nachfrage von profil in Aussicht: „Wir werden uns dafür einsetzen, dass der FWF durch Mittel des im Zuge der Steuerreform neu aufgesetzten Österreich-Fonds finanziell gestärkt wird.“ Durch jene Steuereinnahmen also, die seit Beginn des Jahres von Spitzenverdienern mit Einkommen von über einer Million Euro in die Staatskassen fließen. Im Juni 2016 würden erstmals 33,7 Millionen Euro an den Österreich-Fonds ausgeschüttet, so das Ministerium. Wie viel davon an den FWF gehen wird, ist allerdings noch offen.