Valentinstag: Liebe kann krank machen

Valentinstag: Liebe kann krank machen

Natürlich hört man es, gerade rund um den Valentinstag, nicht gern. Aber: Liebe kann krank machen. Genauer gesagt: nicht erwiderte oder gar einseitig aufgekündigte Liebe.

Früher, als es noch durchaus üblich war, an "gebrochenem Herzen" zugrunde zu gehen, wusste selbstverständlich jedes Kind um die Gefahren romantischer Scharmützel. Seit dem Aufkommen der modernen Schulmedizin wird das Leiden jedoch leichtfertig unterschätzt. Nur in den wenigsten Krankenakten findet sich heutzutage die klinische Diagnose "liebeskrank". Nun fordern britische Psychologen, den Trennungsschmerz endlich auch als solchen ernst zu nehmen und seine mannigfaltigen Symptome entschieden zu bekämpfen. Schließlich muss es gar nicht erst zum romantischen Liebestod kommen - die Pathologie des Liebeskummers umfasst, so die Forscher, eine Reihe höchst prekärer Leiden: Manische und depressive Zustände, ja auch unkontrollierte Zwangshandlungen haben den Liebeskranken fest im Griff. Eine wissenschaftliche Aufarbeitung tut also dringend Not, nimmt das Leiden inzwischen doch - weit gehend unerkannt - fast epidemische Ausmaße an.

(Red)