Das Bild stellt eine schlanke und eine übergewichtige Frau gegenüber
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Verflixte Kilos: Warum nehmen manche sofort zu, andere aber nie?

Manche Menschen können essen, soviel sie wollen – ohne je zuzunehmen. Warum ist das so? Neue Forschung gibt erste Antworten.

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Das Experiment gilt als Klassiker und Pionierleistung: Im Jahr 1990 luden kanadische Forschende einige Personen zu einem Langzeitversuch ein. Die Gruppe bestand aus zwölf eineiigen Zwillingspaaren, alle jung und männlich. Drei Monate lang sollten sie eine ungewöhnliche Herausforderung bewältigen: Sie sollten mehr essen, als sie es sonst taten.

An sechs Tagen pro Woche nahmen die Zwillinge zusätzlich zu ihren Mahlzeiten 1000 Kalorien zu sich, was etwa der Menge einer Pizza entspricht. In Summe waren das 84.000 Kalorien mehr. Gleichzeitig durften sich die Studienteilnehmer nur moderater Bewegung unterziehen, wobei das Ausmaß ebenfalls strikt vorgegeben war. Am Ende des Experiments prüften die Wissenschafter, wer wieviel Gewicht zugelegt hatte.

Die Studie, die im renommierten Fachjournal „The New England Journal of Medicine“ publiziert wurde, erbrachte paradox erscheinende Resultate. Im Schnitt nahmen die Männer gut acht Kilo zu, doch die Unterschiede waren im Einzelfall erheblich: Die geringste Gewichtszunahme betrug 4,3 Kilo, die stärkste hingegen 13,3 – bei exakt derselben Menge an Nahrung, zusätzlicher Energie und demselben Ausmaß an Bewegung. Wie war das möglich?

Alwin Schönberger

Alwin Schönberger

leitet das Wissenschafts-Ressort.