Ausschreitungen in bulgarischem Flüchtlingscamp: „Das ist nicht Europa“

Dutzende Polizisten marschierten im Camp auf

Dutzende Polizisten marschierten im Camp auf

Dutzende Polizisten marschierten im Camp auf

Dutzende Polizisten marschierten im Camp auf

Der Iraker Rawand K. hat die Ausschreitungen im bulgarischen Flüchtlingscamp Harmanli dokumentiert.

Grund für die gewaltsamen Proteste mit 20 Verletzten war eine Ausgangssperre wegen Virusinfektionen. Im Camp leben 3000 Personen, der Großteil sind afghanische Männer ohne Familie.
Anders als die Syrer bekämen sie keine Asylbescheide, schildert K. die aussichtslose Lage im Gespräch mit profil. Das gelte auch für Iraker wie ihn. Die Zustände im Camp beschreibt er so: Kälte, kein heißes Wasser, drei funktionierende Duschen für 500 Menschen, Trinkwasser aus Toiletten, das Magenschmerzen erzeugt, kein Geld, kaum Essen, Kämpfe um einzelne Semmeln. (profil konnte die Angaben nicht überprüfen). „Das ist nicht Europa.“

Fotostrecke von den Ausschreitungen

Der Iraker schlug sich vor einem Jahr nach Österreich durch und wurde im August nach Bulgarien abgeschoben, weil ihm dort als erstes in Europa Fingerabdrücke abgenommen wurden. Deswegen ist Bulgarien nun für ihn zuständig.

Video: Wasserwerfer im Einsatz gegen Flüchtlinge im Lager