Brexit: Der Schock und die Folgen

Brexit! Öxit? Euxit?

Brexit! Öxit? Euxit?

Die Briten brauchten keine besonders guten Gründe, um die Europäische Union zu verlassen. Ist die Verteidigung unseres politischen Systems ein Kampf auf verlorenem Posten?

Ein Feiertag setzt üblicherweise voraus, dass es etwas zu feiern gibt. Wenn es sich noch dazu um einen Nationalfeiertag handelt, sollte es es etwas einigermaßen Positives, Zinnstiftendes sein. Nigel Farage, Chef der britischen Anti-EU-Partei Ukip, möchte, dass der 23. Juni zum offiziellen Nationalfeiertag des Vereinigten Königreiches erklärt wird. Das sagte er vergangenen Freitag Morgen, als klar war, dass die Briten per Referendum beschlossen hatten, die Europäische Union zu verlassen. Ein „Unabhängigkeitstag“ sei der 23. Juni, jubelte Farage – und mit ihm Millionen von Brexit-Fans.

Bad Bye

Unabhängig wovon? Die Briten haben das Joch ihres Vetorechts im Europäischen Rat abgeschüttelt, weiters ihre Sitze im Europäischen Parlament, den britischen EU-Kommissar sowie die Möglichkeit, gemeinsame europäische Gesetze mitzubeschließen. Sie haben sich von der untadeligsten überstaatlichen Institution der Welt befreit, der sie sich freiwillig angeschlossen hatten und der sie viel verdanken.

Lesen Sie die Titelgeschichte von Robert Treichler , Martin Staudinger und Christoph Zotter in der aktuellen Printausgabe oder als E-Paper (www.profil.at/epaper)!

Chefredakteur Christian Rainer im Gespräch mit Martin Staudinger und Robert Treichler über die Folgen des Brexit.