Eine "Corsair"-Drohne (ein graues Motorboot, mit auffälligem Radarsystem) fährt auf dem Wasser und hinterlässt eine große Welle hinter sich.
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Wie diese Wasserdrohne zwei US-Piloten in der Straße von Hormus rettete

Eine unbemannte Seedrohne barg zum ersten Mal erfolgreich US-Soldaten im Iran-Krieg.

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Auf Bildern ähnelt es einem in Grautönen gehaltenen Speedboat – doch hinter dem Steuer sitzt kein Mensch. Es ist eine unbemannte Seedrohne, die nun zum ersten Mal US-Soldaten geborgen haben soll.

Nahe der Küste des Oman, unweit der Straße von Hormus, stürzte am Montag ein US-„Apache“-Kampfhubschrauber ab. US-Präsident Donald Trump beschuldigte den Iran den Helikopter mit einer Drohne abgeschossen zu haben. Iranische Medien dementierten das.

US-Apache-Heli vor einem Sternenhimmel
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US-„Apache“-Kampfhubschrauber in einem US-Militärstützpunkt im Nahen Osten

Gesichert ist, dass die Besatzung des Kriegshubschraubers, ein Pilot und ein Bordschütze, im Wasser landeten und dort trieben.

„Korsar“-Drohne

Ein Drohnenpilot, der in einer US-Militärbasis saß, steuerte den mit einem 360-Grad-Infrarotsensorsystem ausgestatteten Seeroboter und ortete mit diesem innerhalb von zwei Stunden die im Wasser treibenden Insassen des Helikopters. Die zwei US-Militärs kletterten an Bord der Drohne und wurden aus Gefahrenzone gebracht, um schließlich mit einem anderen Hubschrauber ausgeflogen zu werden.

Mural von drei Drohnen mit dem Logo der Islamischen Republik Iran zerstören einen Davidstern.
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Auch der Iran setzt im Krieg mit den USA und Israel auf Drohnen.

Das US-Militär, das seit Ende Februar völkerrechtswidrig den Iran bombardiert, bestätigte gegenüber der „New York Times“, dass es sich bei dem Seeroboter um eine rund sieben Meter lange „Corsair“-Drohne (auf Deutsch: Korsar, ein Pirat in staatlichem Auftrag) der Rüstungsfirma „Saronic Technologies“ handelte. Das Gerät, das eine Geschwindigkeit von 35 Knoten (rund 65 km/h) erreicht, kann autonom fahren oder von einem Menschen gesteuert werden. Seit März setzt das US-Militär solche Seedrohnen im Persischen Golf ein. Sie wurden dort in der Vergangenheit auch genutzt, um Seeminen zu entschärfen.

Auch die ukrainische Armee setzte in Vergangenheit Bodendrohnen ein, um verwundete Soldaten zu bergen.

US-Rüstungsboom

Die US-Marine bestellte 2025 um rund 400 Millionen US-Dollar „Corsair“-Drohnen bei „Saronic Technologies“.

Eine Seedrohne mit der Aufschrift Thunder Tiger fährt auf dem Wasser.
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Wasserdrohnen sind auf dem Vormarsch: hier ein chinesisches Modell.

Drohnen sind längst Teil der modernen Kriegsführung– wobei Rüstungskonzerne zunehmend an autonomen Waffensystemen arbeiten. Hauptvorteil ist, dass sie die Gefahr verringern, dass eigene Soldaten getötet werden. Im US-Militärestablishment fürchtet man seit dem Vietnamkrieg den Druck der Bevölkerung, sollten zu viele US-Soldaten sterben – Washington investierte daher massiv in Drohnensysteme, die auch teilweise kostengünstiger als reguläres Kriegsgerät sein sollen.

Raphael  Bossniak

Raphael Bossniak

ist seit Juli 2025 im Außenpolitik-Ressort. Davor freier Journalist für APA, Kurier und die deutsche Nahostfachzeitschrift zenith. Schwerpunkt Nahost / Kaukasus / Osteuropa.