Gier royal: Wie konnte es so weit kommen?

Wird es so schlimm, wie viele Trump-Gegner befürchten?

Wird es so schlimm, wie viele Trump-Gegner befürchten?

Die Amerikaner haben einen großkotzigen, cholerischen, unberechenbaren, taktlosen, frauen- und fremdenfeindlichen Egomanen zum Präsidenten gewählt. Wie konnte es so weit kommen? Eine psychopathologische Momentaufnahme.

Niemand ist so beeindruckt von Donald Trump wie Donald Trump selbst. Kleingeister mögen darin ein untrügliches Indiz für fortgeschrittenen Größenwahn sehen, doch dabei kann es sich nur um notorische „Verlierer und Hasser“ handeln, für die der Milliardärsdarsteller, so viel Grandezza darf sein, durchaus Mitgefühl aufbringt: „Mein IQ ist einer der höchsten, und ihr wisst es alle! Fühlt euch deswegen nicht dumm oder unsicher – ihr könnt nichts dafür.“ Trump schaut keineswegs auf intelligenztechnisch weniger Privilegierte herab, im Gegenteil: „Ich liebe die Ungebildeten“, wie er immer wieder glaubhaft betont – schließlich verdankt er nicht zuletzt ihnen seine Wahl zum 45. Präsidenten der USA. Er wäre also schlecht beraten, dieses weithin brachliegende Humankapital gering zu schätzen. Aber Trump kann ohnehin nie schlecht beraten sein, denn er hört nur auf den Allerbesten: „Ich habe ein sehr gutes Hirn, und ich habe viele Dinge gesagt.“

Lesen Sie die Geschichte von Sven Gächter in der aktuellen Printausgabe oder als E-Paper (www.profil.at/epaper)!

Christian Rainer und Sven Gächter über das profil-Rückblicksheft.