Deutschland

Der mysteriöse Ukraine-Kurs von Olaf Scholz: Der Zauderkanzler

Mit seinem zögerlichen Ukraine-Kurs stößt Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz europäische Verbündete, Ampelpartner sowie die Opposition vor den Kopf. Kommuniziert Scholz schlecht – oder steckt eine Strategie dahinter?

Drucken

Schriftgröße

Olaf Scholz möchte dringend etwas klarstellen, entschlossen und ernst blickt er in die Kamera. „Wir wollen nicht, dass der Krieg Russlands gegen die Ukraine zu einem Krieg zwischen Russland und der NATO wird“, sagt er in einer kürzlich veröffentlichten Videobotschaft, und: Als deutscher Bundeskanzler werde er keine Soldaten der Bundeswehr in die Ukraine entsenden. „Darauf können sich unsere Soldatinnen und Soldaten verlassen. Darauf können Sie sich verlassen.“

Selten hat Olaf Scholz so klare Worte gefunden. Der Sozialdemokrat gilt als kühler Hanseat, den nichts aus der Ruhe bringen kann, nicht einmal der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Nur: Niemand hatte die Entsendung deutscher Soldaten in die Ukraine gefordert.

 Ich habe die große Sorge, dass wir uns von Putin erpressen lassen und das in der Folge zu einer Ausweitung des Krieges führen wird. Jedes Zögern kann gefährlich werden.

Anton Hofreiter

Grüner Bundestagsabgeordneter

Siobhán Geets

Siobhán Geets

ist seit 2020 im Außenpolitik-Ressort und gehört zum "Streiten Wir!"-Kernteam.