Ein Kind sitzt allein auf einer Schaukel am Spielplatz.
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Sinkende Geburtenraten: Das ist ja zum Kinderkriegen!

Die Geburtenraten in den Industriestaaten brechen immer weiter ein, auch in Österreich. Alle Gegenmaßnahmen haben eines gemeinsam: Sie funktionieren nicht. Was ist da los?

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Haben Sie Kinder? Wollen Sie welche? Wie viele? Nur eines? Keines? Sie haben recht, diese Fragen sind eine Zumutung. Ein Kind zu bekommen oder mehrere oder kinderlos zu bleiben, ist eine höchst intime Entscheidung, die Menschen ganz für sich allein oder eben zu zweit treffen und die niemanden etwas angeht. Sollte man meinen. Das Problem beginnt jedoch, wenn sehr viele Menschen sehr viele Kinder bekommen – man nannte das vor Jahrzehnten alarmistisch die „Bevölkerungsexplosion“. Oder aber, wenn sehr viele Menschen sehr wenige oder gar keine Kinder bekommen – das wiederum wird mit dem nicht weniger überzeichneten Begriff „Aussterben“ verknüpft. Dann nämlich gerät die Masse der individuellen Entscheidungen zum Politikum.

Derzeit grassiert die Angst vor dem Aussterben oder zumindest die Furcht, in den Staaten der industrialisierten Welt könnten die Sozialsysteme, die Wirtschaft und die gewohnte Lebensweise zusammenbrechen. Weil: viel zu wenige Kinder, Überalterung, schrumpfende Bevölkerung.

Robert Treichler

Robert Treichler

Ressortleitung Ausland, stellvertretender Chefredakteur.