US-Präsident Trump, Irans Oberster Führer Mojtaba Khamenei, Irans Präsident Massud Peseschkian
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Der US-Präsident lässt sich als unerreichter Dealmaker feiern. Doch der Vertrag mit dem Iran über einen vorläufigen Frieden ist eine Niederlage für die USA.

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Der epische Zorn ist verpufft. Die Operation „Epic Fury“, der Krieg der USA gegen den Iran, wurde mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung („Memorandum of Under-standing“) offiziell beendet. US-Präsident Donald Trump, der zu Kriegsbeginn am 28. Februar in einem achtminütigen Video der Welt die Notwendigkeit eines Angriffs erläutert hatte, sieht die Mission als erfüllt an. Die Kriegsziele seien erreicht, die Absichtserklärung „sehr stark“, und alles Weitere müsse nur noch in einem noch zu verhandelnden, endgültigen Abkommen vereinbart werden.

Das Problem dabei: Nicht nur die Demokraten, die Trumps Waffengang von Anfang an abgelehnt hatten, sondern selbst Kriegsbefürworter widersprechen dem US-Präsidenten heftig. Die Tageszeitung „New York Post“, die den Krieg gegen den Iran von Anfang an euphorisch guthieß, schrieb in ihrem Leitartikel: „So weit wir das beurteilen können, trägt dieser Deal in keiner Weise dazu bei, die Ziele zu erreichen, deretwegen Amerika den Krieg begonnen hat – aber er verschafft Teheran eine ganze Reihe an Vorteilen.“ Der prominente konservative Radio-Host Erick Erickson nannte den Deal eine „Kapitulation“, und auch Bret Stephens, der einzige Kriegsbefürworter unter den Meinungskolumnisten der „New York Times“, fällte ein vernichtendes Urteil: „Es gibt ein Wort dafür: Debakel.“

Ein solches Ende des Krieges hätte tatsächlich niemand erwartet. Das Regime in Teheran sitzt fest im Sattel, von dessen Kapitulation ist keine Rede, und die Bedingungen, die der Iran für einen (vorläufigen) Frieden erfüllen muss, sind frappierend milde. Wie kam es dazu?

Robert Treichler

Robert Treichler

Ressortleitung Ausland, stellvertretender Chefredakteur.