Zwei Radfahrer auf einem geschwungenen Weg durch eine grüne Hügellandschaft bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang im Mühlviertel
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Sanfte Hügel, ehrliche Küche und überraschend viel Weite: Im neuen Reisepodcast „Weitblicke und Einblicke“ führt Peter Agathakis ins Mühlviertel. Eine Region zwischen Donau und Moldau, die mit Natur, Kulinarik und Radwegen zeigt, warum sie längst mehr als ein Geheimtipp ist.

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Der neue Reisepodcast „Weitblicke und Einblicke“ von Peter Agathakis beginnt dort, wo Österreich noch erstaunlich wenig touristisch überinszeniert ist: im Mühlviertel. In der ersten Folge trifft Agathakis in Bad Leonfelden zwei Menschen, die für die Region stehen – Gastgeberin Eva-Maria Pürmayer vom Genießerhotel Bergergut und Markus Obermüller, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mühlviertel. Gemeinsam erzählen sie von einer Gegend, die viele noch immer als Geheimtipp sehen – und die vielleicht gerade deshalb so faszinierend ist.

Eine Landschaft, die überrascht

Wer ans Mühlviertel denkt, hat oft nur vage Bilder im Kopf: sanfte Hügel, viel Wald, ein bisschen Grenzregion. Doch genau darin liegt der Reiz.

„Die Erwartungen sind oft niedrig – und dann sind die Menschen völlig positiv überrascht“, sagt Pürmayer. Vor allem von der Weite der Landschaft, der Ruhe und der Tatsache, dass man stundenlang unterwegs sein kann, ohne vielen Menschen zu begegnen.

Die Region liegt zwischen Donau und Moldau, nahe der tschechischen Grenze. Der frühere Eiserne Vorhang ist heute vielerorts zu einem Netz aus Radwegen geworden – ehemalige Patrouillenwege, die sich perfekt zum Gravelbiken oder Mountainbiken eignen.

Mühlviertel, Radfahrer und Bauernhaus
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Velorama Mühlviertel: Radfahren zwischen Granit und Genuss

Das Mühlviertel gilt unter Rennrad- und Gravel-Fans als Geheimtipp. Die sanften, aber stetigen Hügel der sogenannten Böhmischen Masse sorgen für sportliche, aber gut kontrollierbare Anstiege. Gleichzeitig öffnen sich immer wieder weite Ausblicke über Wälder, Felder und Granitlandschaften.

Gerade im Sommer spielt die Region ihre Stärken aus: Die Höhenlage sorgt häufig für angenehmere Temperaturen als in vielen anderen Teilen Österreichs.

Das Radangebot im Velorama Mühlviertel umfasst aktuell rund 108 ausgearbeitete Touren mit etwa 9.000 Kilometern und mehr als 160.000 Höhenmetern – von entspannten Genussrunden bis zu sportlichen Höhenprofilen.

Mehr Infos bei Velorama Mühlviertel.

Der Luxus von Zeit und Raum

Für Obermüller ist das größte Kapital der Region kein spektakulärer Berg und kein ikonisches Bauwerk. „Zeit und Raum – das ist unser Luxus“, sagt er. Das Mühlviertel bietet genau das, wonach viele Reisende heute suchen: Natur, Authentizität und entschleunigte Erlebnisse. Die Gastgeber sind oft selbst aus der Region, erzählen Geschichten über ihre Heimat und kennen die Produzenten hinter den Lebensmitteln.

Diese Authentizität ist kein touristisches Konzept, sondern Alltag. „Bei uns arbeiten lauter Mühlviertler“, erzählt Eva-Maria Pürmayer. „Die können erzählen, woher alles kommt.“

Ein Kellner bedient zwei Frauen an einem Tisch im Freien unter einem Sonnenschirm.
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Man schmeckt die Landschaft am Teller.

Eva-Maria Pürmayer

Genießerhotel Bergergut

Eine Region, die man schmecken kann

Besonders stolz ist man im Mühlviertel auf die Kulinarik. Ein Netzwerk namens „Mühlviertler Hochgenuss“ verbindet Gastronomiebetriebe mit hunderten regionalen Produzenten. Ziel: möglichst viele Zutaten aus der unmittelbaren Umgebung.

Das Prinzip dahinter ist einfach – und gleichzeitig radikal: Rindfleisch kommt aus Oberösterreich, Eier aus dem Mühlviertel, Brot aus regionalen Bäckereien. Viele Betriebe setzen zusätzlich stark auf Bio-Produkte. Das Ergebnis beschreibt Eva-Maria Pürmayer so: „Man schmeckt die Landschaft am Teller.“

Drei Dinge, die man im Mühlviertel probieren sollte

Leinöl-Erdäpfel
Eine der bekanntesten Spezialitäten der Region: Kartoffeln mit Sauerrahm und Mühlviertler Leinöl – nussig, einfach und überraschend intensiv im Geschmack.

Gebackene Knödel
Ob Speck-, Grammel- oder Zwetschkenknödel: Im Mühlviertel werden sie oft nicht gekocht, sondern gebacken serviert – eine regionale Besonderheit.

Bier aus dem Hopfenland
Das Mühlviertel ist eines der wichtigsten Hopfenanbaugebiete Österreichs und hat eine ungewöhnlich hohe Dichte an Brauereien – von traditionsreichen Stiftsbrauereien bis zu kleinen Craft-Betrieben.

Eine Person isst Erdäpfel an einem Holztisch, daneben stehen Getränke und Salat.
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Aktivurlaub ohne Mainstream

Neben Kulinarik spielen Radfahren und Wandern die Hauptrollen im touristischen Angebot. Besonders beliebt sind:

  • Gravelbiken und Rennradfahren auf wenig befahrenen Straßen
  • E-Bike-Touren durch die Hügellandschaft
  • Weitwandern und Pilgern
  • Trailrunning

Und dann gibt es noch einen überraschenden Wintertipp gleich hinter der Grenze: den Lipno-Stausee in Südböhmen, der bei ausreichend Kälte zu einer riesigen Natureislauffläche wird – nur wenige Minuten vom Mühlviertel entfernt.

Zwei Personen fahren mit Fahrrädern auf einem Schotterweg durch eine grüne Landschaft bei Sonnenschein.
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Velorama: Das Radnetz im Überblick

Unter der Marke Velorama positioniert sich das Mühlviertel gezielt als Rennrad- und Gravelbike-Region.

Das Angebot umfasst:

  • 108 Rad- und Graveltouren
  • rund 9.000 Kilometer Strecken
  • mehr als 160.000 Höhenmeter

Die Touren sind in drei Kategorien gegliedert:

Genusstouren – kürzere, landschaftlich besonders reizvolle Routen
Grenzerfahrung – längere Touren, oft entlang der Grenze zu Tschechien
Höhenrausch – sportlich anspruchsvolle Strecken mit vielen Höhenmetern

Mehr als 20 zertifizierte Velorama-Partnerbetriebe bieten radfreundliche Infrastruktur – etwa sichere Bike-Garagen, Waschplätze, Werkstattbereiche und sportgerechte Verpflegung.

Alle Touren sind hier digital verfügbar, aber auch über Komoot, Outdooractive oder Strava.

Ein Geheimtipp – noch

Trotz all dieser Qualitäten ist die Region touristisch vergleichsweise ruhig geblieben. Rund 60 Prozent der Gäste kommen aus Oberösterreich, viele davon für kurze Auszeiten oder Wochenenden. Auch Gäste aus Wien und Niederösterreich entdecken das Mühlviertel zunehmend.

International ist die Gegend noch kaum bekannt – vielleicht auch ein Grund, warum sie ihren besonderen Charme behalten hat. Oder, wie Obermüller es formuliert: „Wir sind vielleicht ein Geheimtipp. Aber eigentlich lieber ein Qualitätstipp.“