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Salzburger Festspiele: Loch im Berg oder Loch im Budget?

Beim Umbau des Salzburger Festspielbezirks spitzt sich der Konflikt zwischen Politik und Festspielen zu. SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler schaltet die Finanzprokuratur ein. ÖVP-Landeshauptfrau Karoline Edtstadler will eine Redimensionierung – die Festspiele halten das für sinnlos.

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Lukas Crepaz, der kaufmännische Geschäftsführer der Salzburger Festspiele, findet irgendetwas an diesem Gespräch mit mir furchtbar. Warum verzieht der Mann dauernd das Gesicht, während er mir gegenüber im Caféhaus im 8. Bezirk sitzt und mir sein Herzensprojekt, den Umbau des Salzburger Festspielbezirks, als die tollste Baustelle des Landes verkaufen will? Der Rechnungshof hat das gerade geprüft und eine drohende Kostenexplosion geortet, profil berichtete exklusiv.

Meine kritischen Fragen sind es jedenfalls nicht, die Crepaz irritieren – die hält er erstaunlich gut aus. Ich brauche eine Weile, bis ich erkenne, was ihn so verstört: nämlich meine Wortwahl. Jedes Mal, wenn ich sein Baby als „Loch im Berg“ bezeichne, entgleitet ihm kurz die Mimik.

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Gut, zugegeben, der Umbau des Salzburger Festspielbezirks ist schon deutlich weniger banal als diese Reduzierung auf das Wesentliche: nämlich, dass bis zu 250.000 Kubikmeter Gestein aus dem Mönchsberg gefräst (sag niemals „gesprengt“) werden sollen, damit dort weitere 9000 Quadratmeter Fläche für Spiel- und Werkstätten entstehen können.

Anna Thalhammer

Anna Thalhammer

ist seit März 2023 Chefredakteurin des profil und seit 2025 auch Herausgeberin des Magazins. Davor war sie Chefreporterin bei der Tageszeitung „Die Presse“.