Illustration mit einem hellen und einem dunklen Medikamentenfläschchen
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Geheim-Business Krebs: profil hat mit Österreichs führender Expertin für Medikamentenpreise, Sabine Vogler, über die Folgen intransparenter Arzneimittelbeschaffung im Spitalsbereich gesprochen – und über mögliche Lösungen.

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Es ist jenes Medikament, für das die Spitäler der öffentlichen Hand am meisten Geld ausgeben. Und dennoch kennt nicht einmal das Gesundheitsministerium den echten Preis.

profil berichtete vergangene Woche erstmals über Ergebnisse des internationalen Investigativprojekts „The Cancer Calculus“, das sich um das Milliardengeschäft mit dem Krebsmittel „Keytruda“ dreht. Organisiert wird die Recherche, an der 48 Medienhäuser aus 37 Ländern beteiligt sind, vom „International Consortium of Investigative Journalists“ (ICIJ). In Österreich ist neben profil auch die Zeitung „Der Standard“ involviert. Hierzulande wirft vor allem das rigorose System der Geheimhaltung rund um die „Keytruda“-Beschaffung durch die öffentliche Hand heikle Fragen auf – und auch der Umstand, dass nicht etwa der Bund auf übergeordneter Ebene mit dem Hersteller, dem Pharmariesen Merck, verhandelt, sondern die einzelnen Landesspitalsbetreiber.

„Informationsasymmetrie schwächt Einkäufer“

profil und „Standard“ haben mit der Gesundheitsökonomin Sabine Vogler über Risiken, Nebenwirkungen und mögliche Verbesserungsansätze in Bezug auf die Beschaffung hochpreisiger Spitalsmedikamente gesprochen. Ein Thema, bei dem es um viele Millionen Euro geht. Vogler leitet die Abteilung für Pharmaökonomie der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) – dem nationalen „Public-Health-Institut“, also der zentralen Forschungseinrichtung für den öffentlichen Gesundheitsbereich. Doch auch die GÖG kennt nur die offiziellen Listenpreise der Medikamente, nicht jedoch die echten Preise nach Abzug vertraulich ausgehandelter Rabatte. Warum eigentlich diese Geheimhaltung?

Stefan Melichar

Stefan Melichar

ist Chefreporter bei profil. Der Investigativ- und Wirtschaftsjournalist ist Mitglied beim International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ). 2022 wurde er mit dem Prälat-Leopold-Ungar-Journalist*innenpreis ausgezeichnet.