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12/19/2020

Andreas Reckwitz im Interview: Gewinner und Verlierer

Der Soziologe Andreas Reckwitz kann den großen Graben in der Mitte der Gesellschaft erklären. Ein Gespräch über den Staat im Krisenmodus. Über Flüchtlinge, Terror und Pandemie. Über Wut, Aggression und Verschwörungen. Und über das, was sich künftig ändern könnte.

von Edith Meinhart

profil: In den Krisen der jüngeren Vergangenheit – von Migration bis Corona – wird ein gesellschaftlicher Graben sichtbar, der kaum zu überbrücken ist. Wie ist diese Spaltung entstanden?

Reckwitz: Seit den 1980er-Jahren findet in den westlichen Gesellschaften ein Strukturwandel von der industriellen Moderne zur Spätmoderne statt. Als Folge der Postindustrialisierung der Wirtschaft, der Bildungsexpansion und der Liberalisierungsprozesse stehen Modernisierungsgewinner und -verlierer einander in einer Weise gegenüber, wie das zuvor nicht der Fall war. Das setzt sich politisch in eine neue Polarität zwischen Systemvertrauen und Systemmisstrauen um und zeigt sich bei der Reaktion auf verschiedenste politische Probleme, beim Thema Flüchtlinge, beim Klimawandel und auch in der Pandemie.

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