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Kanye West baut Stadion in Albanien: Oh Ye, er kommt!

Der US-Rapper Kanye West (Ye) hat wegen seiner Nazi-Allüren Auftrittsverbot in mehreren Ländern. In Albanien darf er sein eigenes Stadion bauen. Wie kommt es dazu?

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Als Klodian Makashi den wohl wichtigsten Anruf seiner Karriere als Event-Manager bekommt, muss er erst einmal Google Maps öffnen. Er weiß, dass dieser Auftrag eine große Sache wäre, ja mehr noch: das größte Konzert, das er je organisiert hat. Aber Makashi fehlt es an etwas Grundsätzlichem: Platz. Der 45-jährige Albaner wischt sich also durch Satellitenbilder auf der Suche nach einer Fläche, die zwei Anforderungen erfüllt: 60.000 Menschen müssen dort Platz haben. Sowie ein überdimensional großer Globus.

In Tirana, einer dicht besiedelten Balkan-Metropole, in der an gefühlt jeder zweiten Straßenecke ein neuer Wohnblock in den Himmel wächst, ist das alles andere als einfach. Aber dann wird Makashi fündig: Neben dem „Casa Italia“, einem in die Jahre gekommenen Shoppingcenter an der Autobahn, erstreckt sich ein riesiges Brachland. Auch hier sollen in einem halben Jahr Wohnblöcke gebaut werden. Aber noch ist das Areal – leer. Jackpot. Makashi nimmt den Auftrag an. Er hat jetzt weniger als zwei Monate Zeit, um auf der Brache ein Stadion zu bauen. Für den US-Rapper Kanye West, einen der kontroversesten Musiker unserer Zeit.

Ein Entwurf zeigt das geplante Stadion in Albanien
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Franziska Tschinderle

Franziska Tschinderle

schreibt seit 2021 im Außenpolitik-Ressort. Studium Zeitgeschichte und Journalismus in Wien. Schwerpunkt Südosteuropa / Balkan.