Was haben Sie 366.000 ­Arbeitslosen zu sagen, Herr Hundstorfer?

Im Vergleich zu anderen EU-Staaten geht es Österreich noch relativ besser. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent weist das Land den niedrigsten Wert der EU aus. Das ist aber andererseits kein Trost für jene 366.000 Menschen im Land, die zuletzt keinen Job hatten.

profil hat SPÖ-Sozialminister Rudolf Hundstorfer gefragt. Der erklärt das so: „Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich mit Anfang April leider auf einem sehr hohen Stand. Aber auch der Beschäftigtenstand ist auf Rekordhöhe.“ Als Exportnation könne sich Österreich der Wirtschaftskrise in Europa nicht entziehen, der lange Winter täte sein Übriges. Siehe Bauwirtschaft, Handel, Gärtnereien und Landwirtschaft. „Im Laufe des April wird sich diese Situation wieder normalisieren. Wir setzen heuer beispielsweise mit dem Fachkräftepaket weitere Impulse, um die Qualifikation von Arbeitnehmern zu verbessern, womit sich auch deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich erhöhen.“ Im April 2012 waren landesweit übrigens 251.000 Menschen ohne Arbeit, 2011 waren es 236.000 gewesen. Auch das keine Ruhmesblätter. Soviel zur „Normalisierung“.