Griechenland-Krise: Die gescheiterte Rettung

IWF - Griechenland-Krise: Die gescheiterte Rettung

Griechenland steckt tief in der Rezession: Daran ändern auch die rund 200 Milliarden Euro nichts, die seit 2010 nach Athen überwiesen wurden. Warum ist das so?

Es passiert auch nicht alle Tage, dass eine Institution wie der Internationale Währungsfonds (IWF) sich selbst der Fehlbarkeit überführt. Andererseits: Im Falle Griechenlands müsste man schon hartnäckig wegsehen, um die Unzulänglichkeiten der 2010 lancierten Hilfsprogramme nicht zu erkennen.

Der IWF hat jetzt in diesem Zusammenhang "bedeutende Misserfolge“ eingestanden. Weder hätte sich die Wirtschaft so schnell erholt wie erwartet (vom wem eigentlich?), noch sei die Arbeitslosigkeit nachhaltig gesunken.

Die Wahrheit ist: Griechenland steckt weiterhin tief in der Rezession, die Staatsschulden schränken die Beweglichkeit des Staates massiv ein, von einer „Rettung” kann mitnichten die Rede sein - ungeachtet zweier Hilfsprogramme von IWF und EU, in deren Rahmen seit 2010 in Summe rund 200 Milliarden Euro nach Athen überwiesen wurden.

Warum das so ist? Die Hilfsgelder flossen zu einem erheblichen Teil direkt in den desolaten griechischen Finanzsektor - ohne dass darob Investitionen, Jobs, Kaufkraft und also Wirtschaftswachstum geschaffen worden wären.