Kuratorin Bettina Kogler geht vom brut ins WUK

Die langjährige Tanzkuratorin des brut sucht Veränderung: Bettina Kogler wechselt ins WUK, wo sie ab November für Theater und Tanz zuständig sein wird.

Zehn Jahre ist sie nun schon alt, die vom Wiener Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny verordnete Theaterreform. Bühnen wie das Schauspielhaus, ganz der zeitgenössischen Dramatik verschrieben, haben sich prächtig entwickelt, und das Koproduktionshaus brut hat die heimische Szene international vernetzt. Trotzdem ist es Zeit für Veränderung: In den kommenden Jahren werden die meisten Mittelbühnen der Stadt neu zu vergeben sein – zumindest, wenn die Kulturabteilung ihrem Motto treu bleibt, demzufolge es mehr Fluktuation bei den Intendanten geben soll. Aber bereits jetzt brodelt es: Die engagierte Kellerbühne Garage X expandiert und wird in Zukunft gemeinsam mit der Gruppe daskunst das Palais Kabelwerk übernehmen. Ermüdungserscheinungen zeichnen sich hingegen im brut ab – einer der beiden Direktoren verlässt das Haus vorzeitig und wird ab Herbst in Bildungskarenz gehen. Haiko Pfost meint auf profil-Anfrage: „Das ist eine rein persönliche Entscheidung: Ich möchte mein Studium abschließen und mich in der Auszeit neu orientieren.“

Auch die langjährige Tanzkuratorin des brut sucht Veränderung: Bettina Kogler wechselt ins WUK, wo sie ab November für Theater und Tanz zuständig sein wird. WUK-Geschäftsführer Vincent Abbrederis freut sich, mit Kogler eine „international bestens vernetzte Kuratorin“ gefunden zu haben, „die viele junge Künstlerinnen und Künstler entdeckt und aufgebaut hat“. Kogler meint auf profil-Anfrage: „Nach zehn Jahren an einem Haus ist ein beruflicher Wechsel gesund. Das WUK soll allerdings kein Minibrut werden, ich möchte dort ortsspezifische Projekte entwickeln.“