ORF: Ermittlungen gegen Pius Strobl nur teileingestellt

Das Ermittlungsverfahren gegen den früheren ORF-Kommunikationschef Pius Strobl wurde nur zum Teil eingestellt. Strobls Beratungsunternehmen steht nach wie vor auf der Honorarliste des ORF. Jahresgage: 150.000 Euro.

Ein umstrittenes Manöver kostete den früheren ORF-Kommunikationschef Pius ­Strobl Ende 2010 den Job. Eine Mitarbeiterin Strobls hatte am Rande einer Sitzung des ORF-Stiftungsrats – Thema war die Ablöse von Info-Chef Elmar Oberhauser – ein Gespräch der Direktoren Karl Amon, Wolfgang Lorenz und Thomas Prantner mitgeschnitten.

Teileinstellung
FPÖ-Stiftungsrat Norbert Steger zeigte Strobl daraufhin wegen „Missbrauch von Tonaufnahme- und Abhörgeräten“ (Paragraf 120 Strafgesetzbuch) an. Wie die APA vor zwei Wochen berichtete, stellte die Staatsanwaltschaft Wien die Ermittlungen im Juni ein. Tatsächlich handelt es sich lediglich um eine Teileinstellung, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber profil bestätigt. Weiter offen ist der Vorwurf aus Stegers Anzeige, Strobl habe auch die eigentliche Sitzung des Stiftungsrats mitschneiden lassen.

Jahresgage: 150.000 Euro
Insider rechnen auch in diesem Punkt mit einer Einstellung. Strobls Beratungsunternehmen steht – in Zusammenhang mit dem Smart-Card-Tausch für digitalen Satellitenempfang und der Einspeisung der ORF-Spartenkanäle in kommunale Kabelnetze – nach wie vor auf der Honorarliste des ORF. Jahresgage: 150.000 Euro.