Tiefer Süden

Ein Land als Selbstbedienungsladen für fehlgeleitete Politiker: wie Jörg Haider und seine Erben die Politik in Kärnten verkommen ließen. Das Porträt einer Krisenregion.

Die Verdachtslage ist furchtbar: „Wie weit waren diese Personen bereit zu gehen?“, fragt seit vergangenem Donnerstag die „Gebetsliga für Dr. Jörg Haider“ auf ihrer Website und schiebt die entscheidende Frage nach: „Wer tötete Jörg Haider?“ Die Theorie der Haider-Aficionados, die nicht weniger als die Selig- und Heiligsprechung des Hingeschiedenen anstreben, ist zumindest originell: Haider hatte „zu Lebzeiten nie etwas mit Korruption zu tun, als gläubiger Christ wusste er genau, was unmoralisch ist.“ Er sei aber den jetzt aufgeflogenen Gaunern auf die Schliche gekommen, habe sie zum Geständnis zwingen wollen, „doch diese Leute wollten sich auch vom Landesvater nicht von ihren dunklen Umtrieben abbringen lassen. Jörg Haider musste sterben.“ Hat gar die ÖVP vor dem „Stadtkrämer“ gelauert? Oder Birnbacher? Vielleicht Scheuch & Dobernig? Die üblichen Verdächtigen, wie der Mossad und die Ostküste, scheinen vorerst entlastet ...

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