Außenansicht des Palais Festetics in der Wiener Berggasse
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Beim Wiener Palais Festetics gaben sich Firmen aus dem Umfeld der drei prominentesten Immo-Pleitiers des Landes die Klinke in die Hand. Wie das Gebäude selbst zum Fall für den Exekutor wurde – und was das alles mit der Wirtschaftskammer zu tun hat.

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Das Palais Festetics in der Wiener Berggasse war schon vieles: das Zuhause einer Gräfin, ein „k. k. Handelsmuseum“, ein Standort der Wirtschaftskammer Wien (WKW). Zuletzt wurde es sogar zum Zwangsversteigerungsobjekt – nachdem es durch den Besitz von gleich drei höchst prominenten und mittlerweile insolventen Immobilienjongleuren beziehungsweise von Firmen aus deren Umfeld gegangen war. Aber der Reihe nach.

Eines kann man René Benko nicht absprechen, auch nach allem, was inzwischen passiert ist: den Sinn für ein gutes Geschäft. Und ein solches konnte die von ihm gegründete Signa-Gruppe im Jahr 2019 finalisieren. Damals übersiedelte die WKW aus diversen Standorten in eine neue Großzentrale, die man von Signa gekauft hatte. Und Signa bekam als Teil der Bezahlung zwei frühere Kammerstandorte – jeder für sich ein kleines Schmuckstück im Wiener Stadtbild: einerseits das Gewerbehaus am Rudolf-Sallinger-Platz, in dem heute das Hotel „Hoxton“ residiert, andererseits das erwähnte Palais Festetics.

René Benko beim Kitzbühel-Empfang des Landes Tirol im Jahr 2019.
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Marina Delcheva

Marina Delcheva

leitet das Wirtschafts-Ressort. Davor war sie bei der „Wiener Zeitung“.

Stefan Melichar

Stefan Melichar

ist Chefreporter bei profil. Der Investigativ- und Wirtschaftsjournalist ist Mitglied beim International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ). 2022 wurde er mit dem Prälat-Leopold-Ungar-Journalist*innenpreis ausgezeichnet.