Ex-Sportminister Werner Kogler (Grüne) im Anzug wirft einen blau-gelben Ball. Dahinter liegt ein Rechnungshofbericht zu Sportgroßveranstaltungen
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Sportförderung unter Kogler: „Von politischer Seite gewünscht“

Der Rechnungshof kritisiert die Förderung von Sportgroßveranstaltungen unter Ex-Vizekanzler Werner Kogler: Förderungen wurden nach „politischen Wünschen“ vergeben. Ex-Sektionschef Philipp Trattner soll seine Befugnisse massiv überschritten haben.

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Rechnungshofprüfer haben einiges mit Schiedsrichtern gemeinsam: Sie achten penibel auf Regeln, müssen auch Prominente verwarnen – und kaum jemand mag sie.

Dem Sportministerium zeigt der Rechnungshof in einem Rohbericht, der profil exklusiv vorliegt, jetzt gleich mehrere gelbe Karten. Geprüft wurde die Förderung von Sportgroßveranstaltungen unter Ex-Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) zwischen 2019 und 2024.

Freude, Fröhlichkeit und Förder-Millionen

Damals saß das Geld noch deutlich lockerer als heute, der Bund schüttete in diesen Jahren in Summe 21,5 Millionen Euro an Sportgroßveranstaltungen aus – und fallweise sogar mit einem Anflug von Begeisterung. Anlässlich des Beachvolleyballturniers „Beach Pro Vienna“ im Juli 2024 zeigte sich Sportminister Kogler jedenfalls bestens gelaunt. „Von dieser Freude und Fröhlichkeit gibt es nie genug“, sagte er damals zur „Krone“.

Die Freude dürfte auch beim Veranstalter vorhanden gewesen sein.

Jakob Winter

Jakob Winter

ist Digitalchef und seit 2025 Mitglied der Chefredaktion bei profil. Gründete und leitet den Faktencheck faktiv.