Höllenfinsternis, Tucholsky & Jazz: Wiens Popfest wirft seine Schatten voraus
Die entspannte Lässigkeit, die das Popfest am Wiener Karlsplatz und in den umliegenden Gebäuden jedes Jahr wieder charakterisiert, sieht simpel aus, ist aber gar nicht so einfach herzustellen: Eine Kombination aus guter Musik, reibungslosen Abläufen, ausreichend Platz und umsichtigem Publikum ist dennoch auch dieses Mal wieder zu erwarten – nur das Wetter muss halt mitspielen, aber das tut es Ende Juli ja recht häufig. Am 23. des laufenden Monats eröffnet man das viertägige Spektakel also, gleich mit einer Legende aus Wien auf der Seebühne: Die80-jährige Austropop-Jazz-Pionierin Marianne Mendt („Wie a Glock’n“) wird gegen 18.30 Uhr aufspielen.
Ein absehbares Highlight: Die sechsköpfige Band Exit Void, links hinten Anja Plaschg aka Soap&Skin
An Ageism leidet, wie man sieht und hört, das Kuratorenduo der heurigen Popfest-Ausgabe nicht: Die Musikerin Sofie Royer sowie der Multiinstrumentalist und Produzent Wolfgang Lehmann haben das vielgestaltige Programm jenseits von Stil- und Altersgrenzen kompiliert. Unter den erwarteten Gästen freut sich die noch frische Austro-Supergroup Exit Void auf ihr erstes, naturgemäß finsteres Wien-Gastspiel (am 26. Juli in der Karlskirche) – Anja Plaschg (aka Soap&Skin), Katrin Euller (Rent), Fredl Engelmayr (Bulbul), Alex Kranabetter, David Reumüller und Kurator Lehmann höchstselbst haben hier zusammengefunden.
Der musizierende Schauspieler Robert Stadlober wird am 25. Juli im Wien Museum Kurt Tucholsky singen, zahllose weitere Acts stehen zur Entdeckung bereit. Es wird turbulent.