Kinderbuch „Popofisch“: Arsch und Käse
Nicht ganz einfach, wenn man jeden Tag zu hören bekommt, man gleiche einem Popo. Unfeiner formuliert: Man trage ein Arschgesicht in die Welt hinaus. Letzteres bleibt dem sogenannten Popofisch namens Maximilian, der einer durchaus wunderlichen Spezies angehört, immerhin erspart. Schlimm genug, dass er in den Tiefen des Meeres, in denen er fröhlich flottiert, ständig von den lieben Kiemenkollegen, selbst keineswegs ein Ausbund an Schönheit, zugestänkert wird: „Du hast einen Popokopf, Popofisch!“ Der Schraubenschlüsselfisch soll gefälligst sein vorlautes Fischmaul halten!
„Popofisch“, eine pfiffige Kollaboration der Pariser Autorin Magali Le Huche mit der Illustratorin und Trickfilmerin Pauline Pinson, erzählt die Geschichte eines Außenseiters, der sich vor lauter Gram und „Du bist ein Popo!“-Pein in die „tiefste Tiefsee“ flüchtet. Rettung kommt manchmal direkt aus dem Nichts, wenn sich zwei Außenseiter zusammentun: Bald sind Maximilian und Jürgen, der Käsefisch aus den kältesten Ozeanwassern, ein unschlagbares Paar. Prädikat: lesens- und schauenswert.
Im kommenden Jahr wird der traditionsreiche Leykam Verlag, in dem „Popofisch“ veröffentlicht wurde, übrigens keine Titel aus den Bereichen Literatur, Kinderbuch und populäres Sachbuch mehr verlegen. Der Popofisch weiß gar nicht, was er darauf sagen soll.