Popstar Olivia Rodrigo springt auf der Bühne vor rot beleuchteten Trockeneisschwaden.
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Schön traurig: US-Superstar Olivia Rodrigo wagt sich in die Höhen der Pop-Kunst

Aus der Chronistin jugendlicher Herzschmerzen ist eine Forschungsreisende der komplizierten Gefühle geworden: Popstar Olivia Rodrigo durchmisst die Grauzonen der Liebe.

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Lob der Binse, die Bestand hat: „Life is what happens to you while you're busy making other plans“, sinnierte einst John Lennon. Beim Primavera Sound Festival in Barcelona kam einem diese immergrüne Weisheit jüngst unversehens wieder in den Sinn. Zwar hatte der Kulturkorrespondent seinen persönlichen Festivalfahrplan im Vorfeld mit der üblichen Mischung aus Vorfreude und Überforderung ausgetüftelt – doch hielt dieser nur so lange, bis der Veranstalter noch einen Überraschungs-Act in die ohnehin prekäre Berechnung warf, der dann auch gleich Zehntausende innert Minuten in Bewegung setzte. 

Letztlich sollten sämtliche Wege quer über das weitläufige Areal zu ihr führen: Olivia Rodrigo. Die US-Popkünstlerin erschien für ein dreiviertelstündiges Set, das einen kompakten Querschnitt ihres Repertoires sowie Auszüge aus ihrem anstehenden Album bot, das eine Woche später erscheinen sollte. 

Zwischen Hits wie „Vampire“ oder „Deja Vu“ und ihren aktuellen Singles platzierte die 23-Jährige sogar die Weltpremiere eines Songs – und das gleich auch noch in einer exklusiven Aufführung. Für „What’s Wrong With Me?“ empfing sie Goth-Godfather Robert Smith höchstselbst zum Duett – und schenkte der Veranstaltung ihren meistgeteilten Augenblick.