Marie Bäumer als Romy Schneider, Szene aus "3 Tage in Quiberon"
Marie Bäumer als Romy Schneider, Szene aus "3 Tage in Quiberon"

© Filmladen Filmverleih

Kultur
04/17/2018

Romy Schneider: "3 Tage in Quiberon"

Regisseurin Emily Atef legt ihre Romy-Hommage "3 Tage in Quiberon" etwas überstilisiert an.

von Stefan Grissemann

Ein Weltstar, zwischen Tabletten, Alkohol, Euphorie und Depression, auf dem Weg in den Untergang: Die Berliner Regisseurin und Autorin Emily Atef stellt in "3 Tage in Quiberon" eine Episode nach, die Romy Schneider (hier dargestellt von Marie Bäumer) im März 1981,14 Monate vor ihrem Tod, am Ende ihrer Kräfte, erlebt hat. Sie hatte eingewilligt, ein intimes Interview für den "stern" zu geben, in einem Hotel an der Atlantikküste, in der französischen Hafenstadt Quiberon.

Am Ende ihrer Kraft

Der Fotograf Robert Lebeck, mit dem sie gut befreundet war, reiste mit dem Journalisten Michael Jürgs an. Atef hat ihren Film mit Hang zur Überstilisierung, in poliertem Schwarzweiß realisiert. Melancholie und Lebensfreude werden in gediegener Manier zelebriert, und die Regisseurin wagt sich, bei aller Recherche, dann doch tief in die Fiktion: Die besorgte Freundin Hilde, die Birgit Minichmayr spielt, hat es in Wirklichkeit nie gegeben; und Michael Jürgs selbst war nach Ansicht des Films angeblich schockiert über die "satanische" Präsenz jenes empathiefreien Reporters, der ihm nachempfunden wurde.

Man folgt dieser kleinen Erzählung, die der unergründlichen Romy Schneider auch nicht nahe kommen kann, trotz allem ganz gern, auch weil das Akteursquartett (neben den beiden Frauenfiguren: Michael Gwisdek als Jürgs, Charly Hübner als Lebeck) seinen Job untadelig erfüllt.

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