Viennafair: Ko-Chefin Vita Zaman verlässt die Kunstmesse

Viennafair: Ko-Chefin Vita Zaman verlässt die Kunstmesse

Die künstlerische Ko-Chefin der Kunstmesse Viennafair, Vita Zaman, kündigte am Montag. Man vermutet politische Gründe.

Die Gerüchte kursierten schon seit Wochen: Vita Zaman, die seit 2012 gemeinsam mit Christina Steinbrecher-Pfandt die Viennafair führte, sei am Absprung. Dieser Tage bestätigte sich das Ondit: Am Montag kündigte die Kuratorin und Kunsthistorikerin ihren Job; Steinbrecher-Pfandt leitet die künstlerischen Agenden der Kunstmesse, die heuer am 1. Oktober eröffnet wird, nun im Alleingang.

Ihren Rückzug begründet Zaman profil gegenüber so: „Ich habe ein eigenes Unternehmen gegründet, ‚Perpetual Experts’, eine Agentur, die Ausstellungen organisiert und mit Sammlerinnen und Sammlern arbeitet. Daraus ergab sich ein Interessenskonflikt mit der Funktion als künstlerischer Leiterin der Viennafair.“

Neben dem offiziellen Grund dürften jedoch auch politische Erwägungen hinter Zamans Rückzug stehen: Die gebürtige Litauerin habe angesichts des Ukrainekonflikts Schwierigkeiten mit der Tatsache, dass ein russischer Investor einen Großteil der Viennafair besitze, so hört man. Zamans erstes „Perpetual Experts“-Projekt, die Gruppenausstellung „Let’s mingle“, eröffnet bereits am morgigen Freitag im Wiener Ausstellungsraum Franz Josefs Kai 3.